Wertvolle Dokumente fürs Stadtarchiv

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Dr. Hermann Rudolf Franz hat dem Stadtarchiv wertvolle Dokumente geschenkt.

Des Stadtarchiv kann sich über wertvolle neue Dokumente zur Geschichte Wittens freuen. Fotos, Urkunden, einen Stammbaum und Korrespondenzen der Familie Dönhoff hat der gebürtige Wittener Dr. Hermann Rudolf Franz, einer der Nachkommen, jüngst dem Archiv geschenkt.

Die Dokumente reichen bis ins Jahr 1739 zurück, der Stammbaum sogar bis 1678. Bei der Familie Dönhoff handelt es sich um eine Wittener Brauerei-Familie, zu der auch die liberale Politikerin und Frauenrechtlerin Martha Dönhoff gehörte.
„Die Geschichte der Familie Dönhoff ist eng mit der Stadtentwicklung Wittens verbunden“, weiß Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin des Stadtarchivs, die aus den historischen Unterlagen interessante neue Informationen sammeln möchte, die bislang nicht bekannt waren.
Um die Unterlagen, die vor mehr als 70 Jahren im Keller des Hauses Crengeldanz entdeckt worden waren, zu übergeben, war der 92-jährige Dr. Hermann Rudolf Franz extra aus Hamburg angereist. „Die unmittelbare Umgebung vom Haus Crengeldanz ist im Krieg nicht zerbombt worden, ansonsten wären alle Dokumente für immer verloren gewesen“, erinnert er sich.
Durch mehrere gemeinsame Veranstaltungen von ihm und dem Stadtarchiv sowie private Verbindungen pflegt er nach wir vor Kontakte zu seiner Heimatstadt, mir der er sich sehr verbunden fühlt. „In Witten bin ich geboren, in Witten haben meine Eltern gelebt, hier bin ich zur Schule gegangen, von hier in den Krieg gezogen und nach meiner Gefangenschaft hierher zurückgekehrt“, sagt er.
Hermann Rudolf Franz war nach seinem Studium der theoretischen Physik und der Anfertigung seiner Doktorarbeit bei verschiedenen Unternehmen in führenden Positionen tätig und hat dabei selbst Geschichte geschrieben: 1978 war er als „Executive Vice President“ bei Polygram für die Entwicklung und Aufnahmetechnik von Tonträgern zuständig und erhielt Anfang der 80er Jahre den Auftrag, ein Medium zur digitalen Speicherung von Musik zu entwickeln. Innerhalb von nur 500 Tagen gelang dieses Vorhaben, und er schuf mit seinem Team ein Medium, das die Schallplatte ablöste und noch heute zu den weltweit meistgenutzten Speichermedien gehört – die CD.
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Halyna Aristarkhova aus Witten | 31.10.2016 | 21:23  
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