Wiedersehen nach 65 Jahren - Ehemalige Crengeldanzschüler schwelgten in Erinnerungen

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Insgesamt 22 ehemalige Crengeldanz-Schüler nahmen an dem großen Wiedersehen teil. (Foto: Barbara Zabka)

Genau 65 Jahre nach ihrer Entlassung aus der Crengeldanzschule versammelten sich die Ehemaligen zum Klassentreffen im Parkhotel. 22 Mitschüler waren der Einladung zur 22. Wiedersehensfeier gefolgt. Die meisten sind der Ruhrstadt und dem Revier treugeblieben.



Unermüdlich hat Siegfried Poth die Zusammenkünfte organisiert und die Klassengemeinschaft zusammengehalten. "Diesen Auftrag hat mir unser Klassenlehrer Hans Pischke erteilt", erzählt Poth. "Er hat mir unser persönliches Klassenbuch überreicht, wo jeder von uns seine Berufswünsche und die ersten Erfahrungen am Arbeitsplatz notiert hat."

Diese kleinen Schulhefte hat Siegfried Poth heute noch. "Es ist heute unvorstellbar, dass Lehrer Pischke so etwas organisiert hat. Er hat sich auch darum gekümmert, dass jeder von uns irgendwo unterkam. Denn in der Nachkriegszeit war alles ziemlich Durcheinander. Viele Väter waren gefallen." Hans Pischke selbst hat zu Lebzeiten kein einziges Wiedersehen versäumt.

Die ehemals 39 Schüler - 20 Jungen und 19 Mädchen - haben immer noch Kontakt miteinander. Einige sind bereits verstorben. "Aber wir anderen halten immer noch zusammen. Und aus allen ist etwas Vernünftiges geworden", schmunzelt Poth. Die Erinnerungen an früher stehen bei den Klassentreffen stets im Mittelpunkt.

Die Crengeldanzschule war eine traditionelle Volksschule. Gemischte Klassen mit Kindern aus dem gesamten Innenstadtbereich. Es herrschte ein großer Mangel an Lehrern, Klassenräumen und Lernmaterial. "Aber eines hatten wir alle gemeinsam", betont Poth. "Jeder war froh in die Schule zu gehen und etwas zu lernen."

In den Klassenräumen gab es damals noch Holzbänke - keine Tische und Stühle. Man stand auf, wenn der Lehrer reinkam. Und vor dem Unterrichtsbeginn wurde gebetet. An Prügel kann sich Poth nicht erinnern: "Ich glaube, das gab es an unserer Schule nicht. Aber zumindest nicht in unserer Klasse." So war das damals in der "guten alten Zeit". Es hat sich viel verändert. Text: Barbara Zabka
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