Witten wird bunt

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Patrick Bremer, Stephan Klippert und Jonas Heinevetter (v.l.) bei der Arbeit.
Witten: Witten |

Graue Häuserfassaden, trostlose Mauern oder Garagentore. So trist sieht es leider in vielen Wittener Straßen aus. Dem möchte der Künstler Jonas Heinevetter entgegenwirken und alle Wittener dazu ermutigen, „Farbe zu bekennen“.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Witten leitet Jonas Heinevetter das Projekt „Witten wird bunt“. Es soll die künstlerische Gestaltung von freien Flächen fördern. „Wir möchten der Trostlosigkeit von Orten begegnen und eine Wohnatmosphäre schaffen“, sagt der 35-jährige, der seine Galerie „Himmelstropfen“ in Annen hat.
Dafür hat er die Internetplattform wiwibu.de geschaffen. Sie hilft dabei, Besitzer von Flächen, die diese gestalten lassen möchten, mit Künstlern zu vernetzen. Zur Zeit sind sieben Künstler im sogenannten „Künstlerpool“ angemeldet. Aber nicht nur professionelle Kunstschaffende sind eingeladen, mitzumachen. „Angesprochen sind alle, die Spaß an der Gestaltung haben“, so Stephan Klippert, einer der Künstler, die sich am Projekt beteiligen. Denn egal ob Amateur oder Profi, ob aus Witten oder aus der Umgebung, jeder kann mitmachen und von den Fortgeschrittenen lernen. Je vielseitiger die künstlerischen Stilrichtungen der Mitwirkenden sind, desto besser. Von Graffiti bis zur Street Art, der Kunst sind keine Grenzen gesetzt.

Bürger lassen ihre freien Flächen gestalten

Auf der Internetplattform haben die Bürger der Stadt auch die Möglichkeit, ihre freien Flächen zu veröffentlichen. So wird es den Künstlern und Flächenbesitzern vereinfacht, miteinander in Kontakt zu treten und sich über die Gestaltung sowie das Honorar zu einigen.
Derzeit stehen 300 Quadratmeter freie Fläche in Verhandlung. Darunter eine etwa 125 Meter lange Mauer des Eisenwerks Böhmer an der Westfalenstraße sowie ein Garagentor.
Die mitwirkenden Künstler haben sich schon einige Male getroffen und ihre Ideen zusammengebracht. Patrick Bremer ist einer von ihnen. „Es wäre ein Traum, wenn ich die Rückseite des Wittener Hauptbahnhofgebäudes, das man von den Gleisen aus sehen kann, gestalten könnte“, sagt er. So sähe es für die ankommenden Menschen aus dem Zug nicht mehr so trist aus.
„Bisher ist die Resonanz super“, so Jonas Heinevetter und hofft darauf, in Zukunft Sponsoren finden zu können, die beispielsweise das Material der Künstler finanzieren.
Wer nicht selbst künstlerisch aktiv werden möchte, kann auf wiwibu.de kreative Vorschläge und Ideen mitteilen. So hat jeder die Möglichkeit, etwas zur Gestaltung der Stadt beizutragen.
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