Wünsche für 2018 - Umfrage: Was erwarten die Wittener vom kommenden Jahr?

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Bärbel Hebestreit (79). Fotos: Barbara Zabka
 
Lisa (31) und Alex (33) Thurow mit Sohn Benne (17 Monate).

Das Jahr 2017 ist (fast) vorbei. 365 Tage sind für viele Menschen wie im Flug vergangen. Zu viele Tage haben wir dem Terminkalender, dem Job, dem Smartphone und den täglichen Pflichten gewidmet. Nur wenig Zeit blieb für Familie, Freunde und Hobbies. Auch das ist ein Grund für die Relativität der Zeit, die uns manchmal wie Sand zwischen den Fingern zerrinnt.

Die Stunden im Jahr 2017 sind gezählt. Am Silvesterabend hat dem alten Jahr das "letzte Stündlein" geschlagen. Die Zeit "zwischen den Jahren" ist für viele eine entschleunigte Periode. Eine Zeit zum Nachdenken und Innehalten. Der bevorstehende Jahreswechsel war für uns Grund genug, einmal die Passanten in der City nach ihren Erwartungen und Wünschen für 2018 zu befragen.
Gesundheit für die Familie und Frieden in der Welt waren dabei die eindeutigen Favoriten. Freunde großer Vorsätze sind die Ruhrstädter nicht - mehr. Lebensgewohnheiten könne man an jedem Tag im Jahr ändern. Dazu brauche man kein Neujahr.
Das bestätigt auch Bärbel Hebestreit (79). "Mein Mann ist Anfang des Jahres gestorben und oft fühle ich mich total einsam", erzählt die Seniorin nachdenklich. "Aber ich will nach vorne blicken und wünsche mir Frieden - auf der Welt, in Witten und in allen Familien. Die Menschen sollen sich verstehen und einander akzeptieren."
Für sie persönlich steht der Wunsch an erster Stelle, dass alles so bleibt, wie es ist. Damit sie auch die nächsten zehn Jahre das Leben genießen kann. Für ihre Heimatstadt wäre ihr wichtig, dass es mehr Kooperation und Handlungsfähigkeit bei den Entscheidungsträgern gibt.
Nicole Fleth (26) wünscht sich nichts sehnlicher, als mit ihrer großen Liebe Sebastian zusammen zu sein. Die junge Frau hat sich vorgenommen, viel draußen zu unternehmen, unter Menschen zu sein und sich frischen Wind "um die Nase wehen zu lassen". Für die Stadt wünscht sie sich weniger Leerstände und für die Welt mehr Nahrung für alle Menschen.
Gesundheit, Gesundheit und nochmal Gesundheit für sich und die Familie ist für Helga (64) und Klaus-Jürgen (70) Preiß ganz besonders bedeutsam. "Das ist das Beste und Wichtigste im Leben", meinen beide lachend. "Aber einen kleinen Lottogewinn würden wir auch nicht ablehnen." Außerdem wünscht sich das Ehepaar, dass die Wittener Straßen endlich besser werden.
Die junge Familie Lisa (31) und Alex (33) Thurow hat nur einen Wunsch für das Neue Jahr. Ihr kleiner Schatz Benne (17 Monate) muss nochmals am Herzen operiert werden. Und die jungen Eltern wünschen sich nichts sehnlicher, dass alles klappt und ihr kleiner Sonnenschein gesund wird. Es gibt nicht Größeres und Wichtigeres in ihrem Leben als Benne.
Ein Enkelkind sowie geistige und körperliche Fitness - sind die Neujahrswünsche von Brunhilde (71) und Peter (70) Fritzsch. 50 Jahre lang haben sie es gemeinsam ohne Vorsätze ins Neue Jahr geschafft und so soll es auch künftig bleiben. Beide freuen sich, dass es allmählich wieder mehr Lichtblicke in und für die Stadt gibt. Und dass es im "Neuen" hoffentlich noch besser wird. Aber ganz fest hoffen beide auf Frieden in der Welt - ohne Terror und Angst.


(Von Barbara Zabka)
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