Zivilpolizist wird in Witten niedergeschlagen, als er einer Frau zu Hilfe eilt

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Zivilpolizisten der Wache in Witten werden zufällig Augenzeugen einer eskalierenden Auseinandersetzung eines Pärchens. Ein zu Hilfe eilender Zivilbeamter wird unvermittelt angegriffen und zu Boden geschlagen.

Witten. Am Freitag, 30. Juni, gegen 23.25 Uhr, wurde eine Zivilstreife der Wittener Polizeiwache zufällig auf ein streitendes Pärchen auf dem Rathausplatz in Witten aufmerksam. Beim Versuch, die Frau (18) vor weiteren Angriffen zu schützen, wird ein 42-jähriger Zivilfahnder von dem 19-jährigenen Wittener unvermittelt angegriffen und durch mehrere Faustschläge im Bereich der Schläfe niedergeschlagen. Auf dem Boden liegend tritt der 19-Jährige weiter auf Kopf und Hals des Zivilfahnders ein, bis es schließlich den anderen Polizisten gelingt, den aggressiven 19-Jährigen zu überwältigen und vorläufig festzunehmen.

Sofort hatte sich eine größere Gruppe um das unmittelbare Geschehen gebildet. Die aus bis zu 25 vorwiegend Männern bestehende Gruppe solidarisierte sich mit dem Festgenommenen und forderte dessen Freilassung. Letztendlich mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen, um Übergriffe einzelner aus der Gruppe zu verhindern. Erst mit dem Eintreffen weiterer Polizeikräfte beruhigte sich die Situation.

Ein Alkoholtest beim Tatverdächtigen ergab einen Wert von 0,72 Promille. Er wurde mit zur Wache genommen und verbrachte zur Verhinderung weiterer Straftaten die Nacht im Polizeigewahrsam.

Der 42-jährige Polizeibeamte wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Seinen Dienst kann er vorerst nicht mehr aufnehmen. Das Wittener Kriminalkommissariat hat die Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen, unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung, gefährlichen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, aufgenommen.
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