Aufruf zur gemeinsamen Protestaktion am kommenden Samstag, den 27.02.2016 auf dem Berliner Platz

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Die über 20 Teilnehmer der Montagsdemonstration am 22.02. haben eine Protestkundgebung für den kommenden Samstag, 27.02.2016 von 11 bis 14 Uhr auf dem Berliner Platz beschlossen.

Wir protestieren gegen das Vorgehen türkischen Militärs gegen die kurdische Befreiungsbewegung in Rojava/Nordsyrien und gegen die Pläne des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, dort einzumarschieren.

Wir rufen alle Wittener über Partei- und weltanschauliche Grenzen hinweg dazu auf, sich an diesem Protest zu beteiligen, der mit einem für alle offenen Mikrofon gleichberechtigt durchgeführt wird. Ausgenommen sind faschistische und religiös fanatische Kräfte.

Im Aufruf heißt es:
Wir verurteilen den Terroranschlag in Ankara, bei dem am vergangenen Mittwoch 28 Menschen ums Leben kamen und 64 Menschen verletzt wurden.
Doch die türkische Regierung nutzt als Vorwand, um massiv militärisch gegen die Bevölkerung in Rojava und den kurdischen Befreiungskampf vorzugehen, obwohl Täter und Hintergründe nicht aufgeklärt sind. Sie plant, mit Truppen einzumarschieren, wie wenn sie nur auf diesen Vorwand gewartet hätte.
Die Erdogan-Regierung verbietet im Radio und Fernsehen jegliche Berichterstattung und Aufklärung über den Anschlag und lässt nur ihre Version zu, dass der Anschlag von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten Rojavas (YPG) verübt worden wäre. Diese hat jedoch noch nie einen Anschlag in der Türkei verübt und distanziert sich eindeutig von dem Anschlag in Ankara.
Die türkische Regierung dagegen bekämpft seit Monaten völkerrechtswidrig die demokratischen gesellschaftlichen Strukturen in Rojava, indem sie lebensnotwendige Güter und humanitäre Helfer und Flüchtlinge, die vor dem Krieg in Syrien fliehen, nicht über die Grenze lässt und Stellungen der YPG und PKK von der Türkei aus angreift.

Wir fordern:
Sofortiger Stopp der militärischen Angriffe der türkischen Armee gegen den kurdischen Befreiungskampf!
Hände weg von Rojava!
Von der deutschen Bundesregierung fordern wir: Schluss mit dem Schmusekurs mit der reaktionären Politik der türkischen Regierung!
Hoch die internationale Solidarität!
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