Großes Benefizkonzert des Solidaritätskreises Kobanê

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Witten: Werkstadt | Ich dokumentiere hier eine Pressemitteilung des Solidaritätskreises Kobanê:

Am Sonntag, 8. März startet in der Wittener WERK°STADT ab 14 Uhr ein großes Benefizkonzert mit verschiedenen Musikgruppen und Sängern. Der Erlös dient dem Wiederaufbau und den dringend im Winter benötigten (Über-)lebensmitteln für die Bewohner der vom ISIS-Terror zerstörten Städte Kobanê und Sindschar (Şengal).
Kobanê ist für die ISIS-Milizen zum Stalingrad geworden, weil die eingeschlossenen Kämpfer der PYD und ihrer Frauenbataillone PYJ trotz waffentechnischer Unterlegenheit eine überlegene Kampfmoral bewiesen und sich auf eine breite internationale Solidarität stützen konnten.
Die Einwohner der im Nordirak gelegenen kurdischen Stadt Sindschar (Şengal) sollten wegen ihrer jesidischen Religionszugehörigkeit von ISIS vernichtet werden. Das wurde vor allem von der Militärorganisation HPG der kurdischen Arbeiterpartei PKK verhindert. Sie brachte tausende Menschen in Sicherheit. Auch die Jesiden konnten ihre Heimat zurückerobern.
Da ISIS noch lange nicht besiegt ist, kommt dem Wiederaufbau und der Festigung von Kobanê und Sindschar als Bollwerke gegen ISIS eine entscheidende Bedeutung zu. Nicht zuletzt gilt es auch ein unbeschreibliches Elend und Leiden der Verteidigungskräfte und Vertriebenen, der vielen Verletzten und Verwundeten, zu lindern. Es gibt viele Kinder ohne Eltern oder Angehörige.
Nachdem in Witten, auch auf Initiative der Montagsdemo, bereits verschiedene Aktivitäten zur Solidarität mit Kobanê stattgefunden hatten, bildete sich daraus auf Initiative von Zülfü Altunok der Solidaritätskreis. Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert sollen möglichst verlustfrei direkt vor Ort zur Wirkung kommen.
Sämtliche Musikgruppen und Sänger treten unentgeltlich auf, es gibt so gut wie keine Verwaltungskosten, da alles ehrenamtlich organisiert wird. Bereits im Vorfeld wurden Sponsoren gewonnen, um den Raum in der WERK°STADT finanzieren zu können.
Der Solidaritätskreis fasst seine Beschlüsse demokratisch und hat für die Kontrolle der Finanzen zwei unabhängige Revisoren gewählt. Parteien und Organisationen können die Initiative unterstützen, aber der Solidaritätskreis möchte unabhängig bleiben.
Das Musikprogramm wird auch durch einen Informationsteil ergänzt, zu dem fachkundige Gäste eingeladen wurden, so ein Vertreter der Jesiden in Deutschland und ein NahOstExperte. Zülfü Altunok zeigt einige seiner zahlreichen Dias von seinem Aufenthalt nahe Kobanê im letzten Herbst und vertritt zusammen mit Dr. Romeo Frey den Solidaritätskreis. Das Grußwort der Stadt Witten hält stv. Bürgermeister Lars König.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag des Solidaritätskreises
Zülfü Altunok und Dr. Romeo Frey
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