Löhrmann bei Lohmann - Schulministerin war zu Gast beim Stahlbetrieb

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Die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (l.) und Verena Schäffer von den Grünen besuchten kürzlich das Stahlwerk Friedrich Lohmann in Herbede. Firmen-Chef Gunnar Lohmann-Hütte führte die Gäste durch den Betrieb. (Foto: Barbara Zabka)

Das Geheimnis der Stahlkocher und den Einsatz von regenerativen Energien bei der Stahlproduktion lernte eine Besuchergruppe der Grünen mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann und der Landtagsabgeordneten Verena Schäffer kennen.

Herbede. Der Besichtigung des Traditionsunternehmens Friedrich Lohmann GmbH im Ruhrtal war für die Gäste spannend und aufschlussreich zugleich.
"Die Arbeitsplätze müssen in der Region und in Deutschland bleiben", betonte Löhrmann im Gespräch. "Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen. Deshalb brauchen wir starke Räder im Land." Und da war ein Besuch bei Lohmann genau das Richtige. Das Familien-Unternehmen wurde 1790 gegründet, ist älter als Krupp und heute bereits in siebter Generation. Darüberhinaus ist der Betrieb das letzte unabhängige Blechtafelwalzwerk in Europa.

"Tradition und Innovation liegen bei uns ganz eng beeinander", betonte Firmenchef Gnnar Lohmann-Hütte. "Aber Traditon war bei uns nie ein Sofa, sondern immer ein Sprungbrett. Die Industrie 4.0 ist ein Thema, das wir mit Vollgas anpacken müssen." Der erste Meilenstein dafür ist der Bau des neuen Stahlwerks - der ganze Stolz des Unternehmens.

Interessiert erkundigte sich Löhrmann nach der Ausbildungssituation. So sind fünf Prozent aller Mitarbeiter Auszubildende. "Und eigentlich besteht jeder Tag aus Fort- und Weiterbildung - auch für unsere langjährigen Mitarbeiter. Denn unsere Maschinen stehen - so wie sie sind - eben nur bei uns", Lohmann-Hütte weiter. So wird im Stahlwerk der eigene Nachwuchs ausgebildet - fachlich qualifiziert und zuverlässig.

Großes Interesse fanden bei den Grünen natürlich auch die erneuerbaren Energie, die im Stahlwerk zum Einsatz kommen. "Wir wollten unseren blauen Stahl etwas grüner machen", schmunzelt der Unternehmer. Da ist zum einen das historische Wasserkraftwerk, dass Strom für rund 2300 Haushalte erzeugt. Und die zweitgrößte Photovoltaik-Anlage der Stadt auf den Hallendächern. Windräder dagegen seien im Ruhrtal nicht möglich.

Beim Rundgang riecht es nach Arbeit, Stahl und Hitze. Plötzlich sprühen Funken. Abstich. Der frische Stahl - anderthalb Stunden bei 1500 Grad gekocht - darf in die Pfanne. Im Walzwerk steigt die Lärmkulisse. Beschaulich dagegen klingt das Rauschen des Wassers am Mühlengraben bevor es in die Turbine strömt. Der Rundgang ist beendet. Händeschütteln. Dankesworte. Und Sylvia Löhrmann eilt zum nächsten Termin. Es ist Wahlkampf.

Text und Fotos: Barbara Zabka
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