Piraten möchten mehr Straßenkünstler in Witten

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Die Band „Music for the kitchen“ trat auf dem Berliner Platz auf.

Straßenmusik auf Antrag der Politik: Ginge es nach der Piratenpartei, würden in der Wittener City künftig Musikusse „auf Hut“ spielen und Straßenmaler Bilder auf den Asphalt zaubern. Einen kleinen Vorgeschmack gab es am Wochenende auf dem Berliner Platz.

„Es gibt in Witten bisher keine Verordnung für die Zulassung von Straßenmusik“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Piraten Roland Löpke. „Eine Erlaubnis wird intransparent, von Fall zu Fall und eher selten erteilt“, so Roland Löpke weiter.
Auf Einladung der Piraten trat die Band „Music for the kitchen“ auf. Einige Meter weiter wurde der freischaffende Künstler Jonas Heinevetter als Straßenmaler tätig.
Obwohl die Band „Music for the kitchen“ häufig Straßenmusik macht – in Witten hat sie das noch nicht getan. Denn, so Sänger Gebhard Schröder: „Jede Stadt hat unterschiedliche Regeln. In Witten wussten wir nicht, wie man diese Regeln herauskriegen soll und ob es überhaupt welche gibt.“
Was bei der Musik offenbar noch nicht eindeutig klar ist, gilt in der Ruhrstadt für die Straßenkunst nicht. Zumindest nicht laut Jonas Heinevetter. Der ist, nach eigener Aussage, „wahrscheinlich der einzige Straßenmaler, der die erforderliche Genehmigung je in Anspruch genommen hat.“ Der Wittener Künstler mit eigener Galerie in Annen führt zwar regelmäßig Straßenmal-Workshops durch – alleine in diesem Jahr sollen noch zwei in Witten stattfinden – sieht jedoch keine Perspektiven für Straßenkünstler in Witten, wie er sagt: „Wenn ich auf der Straße male, mache ich das meistens in Bochum. Dabei kommt es immer aufs Wetter und die Laune der Leute an, Reich wird man dabei jedenfalls nicht. Aber in Witten funktioniert das überhaupt nicht, dafür ist Witten einfach zu klein.“
Der Versuchsballon jedenfalls wurde mit der Aktion am Wochenende gestartet. Der Antrag der Piraten sieht unter anderem vor, zeitlich begrenzte Darbietungen in Fußgängerzonen, insbesondere Musikdarbietungen, erlaubnisfrei zuzulassen sowie die einmalige Registrierung von Straßenmalern, nach der anschließend ein formloses „Bescheid sagen“ vor der Schaffung jedes neuen Kunstwerkes ausreichen soll, um künstlerisch tätig werden zu können – jeweils unter Beachtung einiger einzuhaltender Regeln. Entschieden wird über diesen Antrag im September.
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