Radfahren in Witten bleibt Sorgenkind

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Mieser Service: eine Fahrradabstellanlage vor einem namhaften Discounter. Solche Abstellanlagen werden von vielen Radlern gemieden, weil sie keine Standsicherheit bieten. Spitzname Felgenkeller!
Witten: Rathausplatz |

Der bundesweite Test 2016 des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hat ergeben, dass sich in Witten gegenüber 2014 nichts positiv verändert hat. Stillstand!


Mit der Schulnote 4,2, erreicht Witten ein schwaches Ausreichend und bundesweit Rang 80 von 98 Städten mit vergleichbarer Einwohner*innenzahl.
Positiv wird bewertet die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums per Rad und die Wegweisung für den Radverkehr sowie die Freigabe zahlreicher Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Besonders negativ bewertet werden das allgemeine Sicherheitsgefühl (4,,4) und der Konflikte mit Kraftfahrzeugen (4,4) Wie in fast allen Städten wird bemängelt, dass Falschparker auf Radwegen meist geduldet werden und die Reinigung der Radwege mangelhaft ist.

Erstaunlich aber auch dass selbst die Abstellmöglichkeiten für Räder nur eine 4,3 erhalten. Hier wäre eigentlich schnell und mit geringen Investitionen Abhilfe zu schaffen. Leider blieb die Stadt trotz einer entsprechenden Initiative der GRÜNEN weitgehend untätig. Einige Super- und Baumärkte haben sogenannte Felgenkiller zum Parken im Angebot, die lediglich dem Vorderrad etwas Halt bieten und nicht dem Rahmen, so dass Räder leicht umkippen. Während diese Händler viele Parkplätze für Autos bieten, ist für die Kund*innen mit Rad häufig nur ein unzureichendes Angebot vorhanden.

Aus GRÜNER Sicht ist trotz der guten Radwege im „Freizeitbereich“ wie Rheinischer Esel und Ruhrtalradweg ist das Radfahren in Witten im Alltag stark verbesserungsbedürftig.

Dazu erklärt Joris Immenhauser (Grünes Ratsmitglied im Verkehrsausschuss)
„Mit dem Bau der der Rad- und Fußgängerbrücke über die Pferdebachstraße wird zumindest ein problematischer Bereich 2018 verbessert, aber insgesamt ist leider kein Licht am Horizont erkennbar. Neben dem Freizeitbereich muss auch für den Alltags- und Berufsverkehr mit dem Rad mehr getan werden. Dazu gehören mehr Abstellmöglichkeiten, mehr Radstreifen und die Analyse von Gefahrenschwerpunkten für Zweiradfahrer.“

Joachim Drell
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