Auf ein Wort: Nicht wörtlich, sondern ernst nehmen

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Zu meinen Lieblingstexten im 1. Teil der Bibel gehört das Jonabuch. Da wird sehr anschaulich und spannend geschildert, wie der Prophet Jona eines Tages „die Faxen dicke“ hat. Er will einem neuen Auftrag und damit auch Gott entfliehen und erst einmal Urlaub in Spanien machen, in der Stadt Tarsis. Also bucht er eine Überfahrt dorthin und legt sich erst einmal im Bug des Schiffes schlafen. Doch Gott durchkreuzt diese Pläne und schickt einen gewaltigen Sturm, so dass sich Jona schließlich im tosenden Meer wiederfindet und froh sein kann, dass ein riesiger Fisch ihn verschlingt, in dessen Bauch er einige Zeit überleben kann. Sie denken vielleicht: „Was für ein Quatsch! Für mich undenkbar!“ Aber gerade die märchenhaften Züge in dieser uralten Geschichte sind mir so sympathisch. Und wenn wir uns ohne moderne Besserwisserei persönlich auf diesen Text einlassen, enthält er so manche tiefere Wahrheit und deckt sich wohl auch mit unseren eigenen Erfahrungen im Guten wie im Bösen. Manchmal hilft es eben, solche uralten Texte nicht wörtlich, sondern ernst zu nehmen.
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