Auf ein Wort - Pfarrerin Sabine Grünschläger-Brenneke: "Unfassbar"

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Sabine Grünschläger-Brenneke (Foto: privat)
Witten. Es ist einfach unglaublich! Den Satz spreche und höre ich oft, wenn etwas einfach nicht zu fassen ist. Da hat jemand etwas getan, das wäre mir selbst nie in den Sinn gekommen. Oder: Da ist etwas passiert, das kann ich mir nicht erklären.
Mit der Geschichte von der Auferstehung, an die wir uns in diesen Tagen erinnern, verhält sich das ähnlich: Die Auferstehung sprengt den Rahmen meiner Erkenntnis. Ich kann es nicht begreifen – ich kann es nicht fassen. So ging es auch einem Menschen namens Thomas, von dem der Evangelist Johannes schreibt. Es konnte es einfach nicht glauben, was die Jünger erzählten. Wollte selber Jesu Wunden berühren. Ihn anfassen, damit er es fassen kann, was da passiert ist. Es wird erzählt, dass Thomas diese Erfahrung machen kann, aber am Ende der Geschichte spricht Jesus: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Johannes schreibt so eine Geschichte für alle Zweifler. Für alle, die das Unbegreifliche unfassbar finden. Und er sagt damit auch: du darfst deine Zweifel behalten. Du musst sie nicht durch krampfhafte Anstrengung zu überwinden versuchen. Auch mit Zweifeln darfst du glauben.
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