Aufräumen beim Weichenwerk nach Großbrand

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Weithin sichtbar war die Rauchwolke, die vom Großbrand im Weichenwerk vor etwa zwei Wochen ausging. Jetzt sind Gutachter vor Ort sowie Mitarbeiter einer Fachfirma, um die Schäden zu beseitigen. (Foto: Meißner)

Nach dem Großbrand im Weichenwerk Witten am 23. Juli haben die Aufräumarbeiten begonnen. Gutachter, Sachverständige und Statiker haben die Schäden an der Werkshalle und an den Maschinen in Augenschein genommen und begutachtet.



Auf Basis dieser Erkenntnisse konnte inzwischen in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma für Brandschäden ein Fahrplan bis zur Wiederaufnahme der Produktion entwickelt werden. „Derzeit sind täglich bis zu 100 Mitarbeiter der Fachfirma im Werk tätig, um die Brandschäden am Gebäude und an den Maschinen zu beseitigen. Die Fertigungsmaschinen müssen von Rußpartikeln gereinigt und durch das Löschwasser eingesetzte Korrosionen müssen entfernt werden“, sagt Sonja Stötzel, DB-Sprecherin NRW. „Darüber hinaus werden elektrische Schränke und Bauteile geprüft und defekte Teile repariert.“

Elektrische Schränke und Bauteile werden geprüft


Zu den augenscheinlich intakten Hallenteilen werden derzeit Gutachten erstellt, und sie werden durch den Einbau von Trennwänden witterungsfest gemacht. An dem durch den Brand beschädigten Hallenteil haben bereits die Abbrucharbeiten begonnen. Der Teil der Halle, in dem die Montagearbeiten stattgefunden haben, ist durch das Feuer zerstört und nicht mehr nutzbar. Die Planungen für den Neuaufbau laufen auf Hochtouren jedoch ist davon auszugehen, dass die Fertigstellung sich noch bis ins nächste Jahr hinziehen wird. Die Montage wird daher zunächst in eine Halle auf dem Gelände des Werks ausgegliedert, die bislang als Lager diente.
Nach Abschluss dieser Arbeiten sollen die Maschinen schrittweise wieder in Betrieb genommen werden und die Produktion sukzessive wieder anlaufen.

„Bei planmäßigem Verlauf der Arbeiten könnten bereits Ende dieser Woche erste Teile der Fertigung wieder in Betrieb genommen werden. Innerhalb der kommenden vier bis sechs Wochen sollen dann möglichst alle Maschinen wieder einsetzbar sein“, so Stötzel.

Die Mitarbeiter des Werks wurden über diesen Fahrplan informiert. Die Bereiche Lager und Logistik können am Standort Witten ihre Arbeit fortführen. Die Mitarbeiter des Fertigungs- und Montagebereichs werden vorübergehend in benachbarten Werken (z. B. Signalwerk Wuppertal) eingesetzt. Sie werden ab Ende dieser Woche schrittweise wieder ihre gewohnten Tätigkeiten im Werk Witten aufnehmen können. Eine Taskforce kümmert sich um die Steuerung der Lieferungen von Weichen und Großteilen, um die Auswirkungen auf den Betrieb und geplante Baumaßnahmen so gering wie möglich zu halten.
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