Gasalarm an der Overbergschule

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Gegen 10 Uhr ging am Freitag, 2. September, bei der Feuerwehr Witten ein so genannter Gasalarm an der Overbergschule, Rhienscher Berg, ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wenige Minuten später war die Evakuierung der Schüler bereits im Gange. Was war passiert?

Innenstadt.

Konrektorin Marion Prawitz fand vor einem Kunstraum eine Schülergruppe vor, die über Gasgeruch und Atemnot klagte. "Eine gemeinsame Untersuchung mit dem Hausmeister bestätigte die Aussagen der Schüler. Wir haben dann sofort in der Schule Alarm ausgelöst und zusätzlich die Feuerwehr alarmiert", berichtet Marion Pravitz.

Die Evakuierung der Schüler lief laut Mario Rosenkranz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Witten, vorbildlich und geschah simultan zum Eintreffen der Einsatzkräfte.
Insgesamt wurden 30 Schüler von den Rettungskräften untersucht, 16 von ihnen waren direkt von dem Vorfall betroffen und mussten behandelt werden. Acht verletzte Schüler wurden zur weiteren Behandlung in einem Wittener Krankenhaus untergebracht, sie klagten über Reizungen an Augen und Atemapparat.

Die Ursache des Gasaustritts ist noch nicht geklärt. "Meistens wird Gasalarm wegen einer defekten Gasleitung ausgelöst, das liegt hier definitiv nicht vor.", bestätigt Rosenkranz. "Unsere Messungen waren negativ, damit kann ein Austritt von Erdgas ausgeschlossen werden. Wir können nicht sicher sagen, was zu den Verletzungen der Schüler geführt hat, die Patientensituation und die Aussagen der Schüler deuten jedoch auf eine Form von Reizgas oder Pfefferspray."

Neben drei Rettungswagen der Feuerwehr waren insgesamt 12 Rettungswagen, drei Löschzüge, drei Notärzte und vier Notfallseelsorger im Einsatz.

Text und Fotos: Florian Peters
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