Handyspiele: Versteckte Kostenfallen

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Viele so genannte „Free-to-play-games“ entpuppen sich als versteckte Kostenfallen.

So genannte „Free-to-play-games“, wie etwa „Pokémon Go“, können kostenlos aufs Handy oder Tablet geladen werden. Dennoch kann das Daddeln für die Spieler durch zusätzliche Zusatzangebote teuer werden. Anlässlich des heutigen Weltverbrauchertags hat sich die Verbraucherzentrale mit diesem Thema beschäftigt.

42 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren spielen Computerspiele, 78 Prozent von ihnen nutzen dafür ihr Smartphone. Während das Herunterladen der angebotenen Spiele kostenlos ist, stellen sich beim Durchspielen nach mehr oder minder kurzer Zeit Probleme ein – das schnelle Vorwärtskommen ist nur mit kostenpflichtigen Zusatz-Apps möglich. „Die Spieler werden motiviert, neue Apps zu kaufen“, sagt Alexandra Kopetzki, Leiterin der Wittener Verbraucherzentrale.
In der ersten Jahreshälfte 2016 lag der Umsatz von Spiele-Apps bei 208 Millionen Euro, der größte Anteil davon entfällt auf In-App-Käufe beim Spiel. Über den Google-Play-Store und den Apple-App-Store können zusätzliche Leben, Diamanten oder virtuelles Geld – nötig fürs Weiterspielen – erworben werden. Diese „Spielebeschleuniger“ kosten, je nach Spiel, zwischen 99 Cent und 99 Euro. Da die Abbuchung über die Mobilfunkrechnung oder per Kreditkarte erfolgt, kann die Kostentransparenz schnell verloren gehen. Gerade Jugendliche verzocken auf diese Weise oftmals viel Geld, ohne es zunächst zu merken.
Eltern rät die Verbraucherzentrale, sich im Vorfeld über solche Spiele zu informieren, ein Passwort für Käufe im Store einzurichten, die Zahlungsart einzuschränken oder Guthabenkarten zu verwenden.
Eine Aktionssprechstunde zu diesem Thema findet am Donnerstag, 23. März, von 14 bis 17 Uhr in den Räumen der Verbraucherzentrale, Bergerstraße 35, statt.
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