Verbraucherzentrale zieht positive Bilanz

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Landrat Olaf Schade, Alexandra Kopetzki (Leiterin Verbraucherzentrale Witten), Nadine Schröder (Beraterin Verbraucherzentrale Witten), Janina Koester (Fachberaterin für Energiearmut) und Dr. Peter Richter (Leiter Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt) (v.l.) haben eine positive Bilanz für „zwanzig 16“ gezogen.

„Es gab die Überlegung, ob der Ennepe-Ruhr-Kreis tatsächlich eine eigene Verbraucherzentrale benötigt. Man sieht anhand der Zahlen und der Nachfrage, dass es absolut sinnvoll ist“, zieht Landrat Olaf Schade nach knapp zwei Jahren eine positive Bilanz.

Im April 2015 hat die Verbraucherzentrale am Wittener Hauptbahnhof in den Räumen eines ehemaligen Getränkemarkts ihre Pforten geöffnet und ist seitdem Anlaufpunkt für Bürger aus dem EN-Kreis, denen mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird. Waren es 2015 noch 2320 Anfragen von Ratsuchenden, ist die Zahl im vergangenen Jahr bereits auf 3867 angestiegen.
„Ein großes Thema ist der Direktvertrieb per Telefon und an der Haustür. Das nimmt nicht ab, und dadurch nimmt auch die Problemlage nicht ab“, weiß Alexandra Kopetzki, Leiterin der Wittener Verbraucherzentrale. Vermehrt unterwegs sind Drückerkolonnen, die Verbrauchern unseriöse Angebote aus allen Lebensbereichen im wahrsten Sinne des Wortes „aufs Auge drücken“.
Opfer von Abzockern sind auch Flüchtlinge, denen mit Telefonverträgen, Kreditvermittlungen, Partnerbörsen im Internet oder Energielieferverträgen durch Sprachbarrieren und für sie unverständlichen Vertragsinhalten Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Auch hier hilft die Verbraucherzentrale, die dabei ist, so Alexandra Kopetzki, „ein Netz von Dolmetschern“ aufzubauen.
Ebenfalls eine gefragte Anlaufstelle war die Verbraucherzentrale rund ums Thema Haushaltsfinanzen, und seit April vergangenen Jahres existiert in Witten das Beratungsangebot „NRW bekämpft Energiearmut“ inklusive Rechtsberatung. Neben der Beratung vorort sind auch Spezialberatungen durch Honorarkräfte in den unterschiedlichsten Bereichen möglich.
Mit Veranstaltungen zu den Themen „Abzocke per Smartphone“, „Strom und Gas“, „Erkennungszeichen im fairen Handel“, „Fake-Shops im Internet“ oder „Thermostat-Check“ sind die Verantwortlichen auch bereits in die Öffentlichkeit gegangen, um Verbraucher zu informieren.
In der „Hitliste“ der häufigsten Verbraucherprobleme lagen in 2016 Telefon und Internet mit 23 Prozent vorne, gefolgt von Finanzen (19 Prozent), Allgemeine Dienstleistungen (14 Prozent), Energie (14 Prozent) und Konsumgüter (10 Prozent).
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