AVU spielt Frauen-Fußball-EM für gute Zwecke vor

Anzeige
Angespannt bis in die letzte Faser: Wittens stellvertretende Bürgermeisterin Beate Gronau (links) und Einrichtungsleiterin Julia Adolf trafen im torreichsten Trainingsspiel dreimal.

Die Fußball-EM der Frauen wird im Juli und August in den Niederlanden ausgetragen. Oder etwa doch nicht? Beim Energieversorger AVU jedenfalls ticken die Uhren anders. Denn dort wird der Sieger bereits im Juni feststehen.

Die Spielerinnen sind freilich etwas kleiner als die echten und nicht aus Fleisch und Blut. Spannung dürfte beim Tipp-Kick-Turnier, das am 10. Juni beim AVU-Familienfest in Gevelsberg ausgetragen wird, dennoch aufkommen, und obendrein gibt es für jedes geschossene Tor 100 Euro für einen guten Zweck.
Zehn Demenzeinrichtungen im Ennepe-Ruhr-Kreis werden davon profitieren, darunter auch das Haus am Voß’schen Garten der Boecker-Stiftung. Jede Einrichtung ist mit einem Zweier-Team am Start, das stellvertretend für eine Nation der Frauen-Fußball-EM steht. Und weil bei der EM erstmalig insgesamt 16 Teams teilnehmen, werden die restlichen sechs Mannschaften durch Teams der AVU aufgestockt.
Für das Haus am Voß’schen Garten werden Einrichtungsleiterin Julia Adolf und Wittens stellvertretende Bürgermeisterin Beate Gronau antreten, die sich während eines Probetrainings in die Feinheiten des Finger-Fußballs einarbeiten konnten.
Gespielt wurden zwei mal vier Minuten – was auch der Spielzeit beim Turnier entspricht – während derer die Wittenerinnen ihren Gegnern Uwe Träris (AVU-Vorstand) und Jörg Prostka (AVU-Pressesprecher) ein Unentschieden mit 3:3-Toren abringen konnten.
„Es war das torreichste Spiel im Verlauf der bisher sieben absolvierten Probetrainings“, sagt Jörg Prostka erfreut. Denn auch die erzielten Tore während der insgesamt zehn Probetrainings werden von der AVU mit jeweils 100 Euro pro geschossenem Tor honoriert. So kamen am Voß’schen Garten innerhalb von acht Minuten bereits 600 Euro für gute Zwecke zusammen.
Abgerechnet wird nach Beendigung der fiktiven Europameisterschaft, bei der es – unabhängig vom Ausgang – ausschließlich Gewinner geben wird. Denn die erzielte Gesamtsumme wird gerecht unter den Einrichtungen aufgeteilt. Jörg Prostka: „Im vergangenen Jahr sind 30.400 Euro zusammengekommen. Jede der teilnehmenden Einrichtungen hat also mehr als 3000 Euro erhalten.“
Abgesehen davon, dass alle Einrichtungen mit demselben Betrag bedacht werden, bleibt aus sportlicher Sicht dennoch zu hoffen, dass Julia Adolf und Beate Gronau auch beim Turnier nicht mit Toren geizen werden, was schwierig werden dürfte, da sie bei der Auslosung der Teams ausgerechnet Schottland gezogen haben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.