Dorfschule ist leiser geworden

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In der „Summtonhöhle“ kann ein Ton erzeugt werden, der den gesamten Körper vibrieren lässt.

Die Dorfschule ist leiser geworden. Hat das Lehrpersonal neue, sensationelle und bahnbrechende Erziehungsmethoden entdeckt und eingeführt? Mitnichten, vielmehr liegt das an der Wanderausstellung „NRW wird leiser“, die eine Woche lang an der Schule zu Gast war und vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW unterstützt wird.

„Ich hatte etwas über diese Ausstellung gelesen und fand das Thema unheimlich spannend“, sagt Schulleiterin Annette Köppel. „Das habe ich in eine Lehrerkonferenz gebracht, und die Anderen fanden es auch spannend. Also haben wir uns um einen Termin bemüht.“
Im Zuge der Ausstellung hat sich alles ums Hören, um Geräusche und Lärm gedreht. An insgesamt acht Stationen, an denen die Kinder selbst aktiv werden konnten, wurde erklärt, wie das Hören funktioniert, wann Geräusche zu Lärm werden und wie dieser Lärm Menschen beeinflusst.
„Wir möchten mit dieser Ausstellung fürs Thema Lärm sensibilisieren“, erklärt Tilman Abresch von der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW, die die Ausstellung begleitet. „Es geht unter anderem darum, was man selbst persönlich machen kann, um ein leiseres Umfeld zu schaffen. Es wird gezeigt, was Schall ist, wie er sich ausbreitet, was im Ohr kaputt gehen kann und wie uns Lärm beeinflusst“, so Tilman Abresch weiter.
An einer der zumeist interaktiven Stationen konnten die Kinder der Dorfschule erleben, wie Reifen Lärm erzeugen, an einer anderen tiefe Frequenzen körperlich fühlen, an einer weiteren durchs Hineinstecken des Kopfs in eine sogenannte „Summtonhöhle“ und Erzeugen eines Summtons den gesamten Körper vibrieren lassen.
Auch konnten die Kinder mit einem Meßgerät prüfen, wie laut die eigenen Kopf- oder Ohrhörer sind. An dieser Station wurde aufgezeigt, wie gefährlich lautes Musikhören sein kann. Ab einer Lautstärke von 85 Dezibel muss bei häufiger Lärmeinwirkung mit Hörschäden gerechnet werden, und mit MP3-Playern wird zu oft laute Musik gehört. Ein Viertel aller jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren hat bereits einen Hörschaden.
Was ist Lärm? Was bedeutet er für unsere Gesundheit? Was wird überhaupt als Lärm empfunden? Diesen und vielen anderen Fragen wurde in der Dorfschule auf den Grund gegangen und wertvolle Erkenntnisse mit nach Hause genommen.
Die Ausstellung ist übrigens nicht nur für Schüler gedacht: Die nächsten Station ist Berlin, wo die Ausstellung im Garten von Schloss Bellevue im Rahmen der „Woche der Umwelt“ aufgebaut wird.
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