Extraschicht an zwei Spielorten in Witten

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Rund 2000 Künstler an 48 Spielorten in 20 Städten – bei der Extraschicht, der Nacht der Industriekultur, wird auch in diesem Jahr wieder einiges geboten, und natürlich ist auch Witten mit zwei Spielorten wieder vertreten.

Auf Zeche Nachtigall dreht sich alles um die 50er Jahre. „Unsere Kleinzechen-Ausstellung reicht bis in die 50er Jahre zurück, und obwohl wir auch unser reguläres Programm anbieten werden, geht es nicht nur um den Bergbau, sondern auch um andere schöne Dinge der 50er Jahre“, so Museumsdirektor Michael Peters.
Mit den „Ballroom Rockets“ und „Lee & The Rhythm Rockets“ werden ab 18 Uhr gleich zwei Rockabilly-Bands im Wechsel den Zuhörern einheizen. Damit auch der Hüftschwung stimmt, werden stündlich Tanzkurse für den „Rockabilly Jive“ angeboten. Und gemäß des diesjährigen Nachtigall-Mottos „Außer Rand und Band“ wird das Karussell „Historische Berg- und Talbahn“ für zusätzlichen Drive sorgen. Abgerundet wird das Programm durch zeitgemäße Motorroller und Autos, Hamburger und Würstchen vom Grill sowie die schnellste Bierzapfanlage der Welt – die Amis lassen grüßen.
Ein wenig beschaulicher wird es im Haus Witten zugehen. Im Stundentakt gibt es Führungen; das musikalische Programm steht auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen des Jazz. „Endlich dürfen wir draußen wieder bis 23 Uhr Musik machen“, freut sich Hans Werner Tata vom Kulturforum.
Und so wird es ab 18 Uhr Non-stop-Jazz geben: zunächst im Innenhof, in dem das Quartett „Tell Tale Heart“ um den international gefragten Jazz-Saxofonisten Ralf Peter Fuchs den Auftakt machen wird. Es folgt das Johannes-Maas-Trio, das sich den argentinischen Saxofonisten Gabriel Perez als Verstärkung geholt hat. Die „Groove mbH“ der Technischen Universität Dortmund wird den Abend im Außenbereich musikalisch beschließen.
Im Konzertsaal geht es dann weiter mit Leonid und Nick Vintskevich aus Russland sowie im Anschluss dem Pianisten Martin Theurer und dem Schlagzeuger Paul Lovens, die experimentelle Pfade beschreiten. „Und für diejenigen, die irgendwann keinen Jazz mehr hören können, zeigen wir den Charlie-Chaplin-Film „Der Vagabund und das Kind“, sagt Hans Werner Tata.
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