BVB-Fanclub Alte Post ist bei jedem Spiel dabei

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Auch Auswärtsspiele besucht der Wittener Fanclub. Hier zog es die BVB-Fans nach Hannover. (Foto: Fanclub)

Sie sind bei jedem Heimspiel des BVB im Stadion, und das schon seit mehr als 20 Jahren – die Mitglieder des BVB-Fanclubs Alte Post Witten.

1993 wurde der Club gegründet. „Es bot sich an, weil wir immer in größeren Gruppen die Heimspiele besucht hatten“, sagt der erste Vorsitzende Wolfgang Schütte. Damals waren es zehn Fußball-Enthusiasten, mittlerweile hat der Club 23 Mitglieder. Der harte Kern von ihnen besucht auch die Auswärtsspiele vom BVB. „Wenn wir zu viert oder fünft sind, fahren wir mit dem Auto, ab sieben oder acht Leuten nehmen wir die Bahn“, so Wolfgang Schütte. Die Karten für die Auswärtsspiele bezieht der Club direkt über den BVB  – der Vorteil eines Fanclubs, denn für Privatpersonen ist es schwierig, an diese Karten zu kommen.

Je nachdem, wie weit die Reise geht, ist ein längerer Aufenthalt angesagt, eine Übernachtung steht mindestens auf dem Plan. „Dabei gibt es nicht nur Fußball, wir nehmen uns in der jeweiligen Stadt auch immer ein Kulturprogramm vor“, sagt Dirk Rosenthal, seit 20 Jahren Mitglied im Club.

Überhaupt dreht sich beim ungewöhnlichen kleinen Club nicht alles ausschließlich um Fußball: Gemeinschaftliche Urlaube in kleinen Gruppen, Hilfsaktionen untereinander sowie gemeinsame Grillabende gehören für die Mitglieder auch zum Fanclub-Leben.

Zu den Höhepunkten der Fan-Karriere gehören selbstverständlich das grandiose Champions-League-Endspiel 1997 im Münchener Olympiastadion, in dem der große Favorit Juventus Turin mit 3:1 besiegt wurde. O-Ton Wolfgang Schütte: „ Wir waren drei Tage in München und haben München leer­getrunken.“ Unvergessen bleibt auch das DFB-Pokalfinale 2012 gegen den Dauerrivalen Bayern München, bei dem die Lederhosen mit 5:2 vom Platz gefegt wurden – selbstverständlich mit Unterstützung des Wittener BVB-Fanclubs im Stadion.

In wirklich brenzlige Situationen sind die Mitglieder noch nicht geraten. „Bei potenziellen Risikospielen macht man sich vorher schlau, wo man nicht hin sollte“, sagt Wolfgang Schütte. Und Dirk Rosenthal ergänzt: „Ärger bekommen in der Regel auch nur diejenigen, die ihn suchen.“

Doch manchmal ist der Ärger unvermeidlich, wie beim UEFA-Pokal-Endspiel gegen Feyenoord Rotterdam 2002 in Rotterdam. „Als das 1:0 für Rotterdam gefallen ist, flogen die ersten Feuerwerkskörper in den Dortmunder Block, aber anschließend hatte die Polizei das gut im Griff“, erinnert sich der Fanclub-Vorsitzende.

„Insgesamt überwiegen deutlich die positiven Momente“, sagt Dirk Rosenthal. Und in denen sitzt man nach dem Spiel noch friedlich bei einem Bierchen zusammen und diskutiert über das Spiel. Und anschließend fährt man nach Witten zurück und gönnt sich noch einen kleinen Absacker – dort wo alles begann: in der Alten Post in Witten.
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