Schalke-Fan stellt neues Buch vor

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Für einen gebürtigen Wittener hat Stefan Barta eine ungewöhnliche Neigung: Er ist Schalke-Fan. Und nicht nur das – er liebt diesen Verein so sehr, dass er sogar mehrere Bücher darüber geschrieben hat. Sein neuestes Werk stellt er bald bei einer Lesung in Witten vor.

„Als Kind wurde man damals Schalke-Fan, da Dortmund in der zweiten Liga war und keine Rolle gespielt hat“, erinnert sich der 53-Jährige an längst vergangene Zeiten zurück. „Wir haben auf der Wiese gebolzt und samstags die Sportschau geguckt. 1976 war ich das erste Mal im Parkstadion, und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen“, erzählt Stefan Barta, der damals selber einige Jahre beim SV Bommern gegen den Ball getreten hat.
Noch bevor der BVB die erste Kraft im Ruhrgebiet wurde, verließ Stefan Barta Witten. Der gelernte Dekorateur arbeitete zunächst in Bielefeld, später in Berlin, wo er ein Studium als Marketing-Kommunikationswirt absolvierte. Dann ging es ab ins Ausland. Schweiz, Griechenland und Spanien waren die Stationen, an denen er für einen Urlaubs-Club Bühnenbilder für Shows entwarf, bis er vor 16 Jahren nach Deutschland zurückkehrte und als Event-Manager für einen Zeitungsverlag in seiner heutigen Heimat Hamm arbeitete.
Ein Auswärtsspiel seines S04 in Donezk war schließlich der Auslöser für Stefan Bartas erstes Buch. „Ich habe darüber einen Reisebericht geschrieben, der in der Zeitung erschienen ist“, erzählt er. „Und dieser Bericht hat für unheimlich viel positive Resonanz gesorgt. Anschließend habe ich ein Manuskript an Verlage geschickt.“ Auch hier war die Resonanz positiv, und Stefan Barta konnte sein erstes Buch „Für immer Blau-Weiß“ veröffentlichen.
Mittlerweile hat er sieben Bücher über seinen Lieblingsverein und das Thema Fußball geschrieben, darunter auch Bildbände mit historischen Fotos. Vor zwei Jahren schließlich gründete er seinen eigenen Verlag, in dem auch sein neuestes Werk erschienen ist. Es trägt den Titel „Für immer Blau-Weiß Teil II“. Und in dem schlägt Stefan Barta auch kritische Töne an. „Die Thematik ist eine andere, weil der Fußball sich verändert hat und viel politischer geworden ist“, sagt er. Ein Thema im Buch ist die Ticket-Börse Viagogo, die für ihn, nach eigener Aussage „den Tatbestand des Schwarzmarkts erfüllt“, ein anderes seine Arbeit im Wahlausschuss von Schalke 04, aus dem er im Juni dieses Jahres zurückgetreten ist – alles nachzulesen im neuen Buch.
Angesprochen auf den bittersten Moment als Fan nennt Stefan Barta nicht etwa das Jahr 2001, als Schalke für vier Minuten und 38 Sekunden „Meister der Herzen“ war, bevor der Bayerndusel kam, sondern den ersten Bundesliga-Abstieg der Schalker 1981. Natürlich darf auch der schönste Moment beim Mann, der mit Schalke 14 Länder bereist hat, und diesen Moment live im Stadion miterlebt hat, nicht fehlen: „Das war der UEFA-Pokalgewinn 1997.“
Auszüge aus seinem neuesten Buch liest Stefan Barta am Sonntag, 4. Dezember, um 11 Uhr in der Schreberklause, Im Schrebergarten 19b, am Sonnenschein. Der Eintritt ist frei.
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