Spaß und Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg

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Die U13 des SV Bommern 05 ist die einzige Mädchenmannschaft dieses Alters in Witten. Und sie ist richtig gut. In der Kreisliga liegen sie derzeit mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz.
 
Der Spaß steht bei den U13-Juniorinnen im Vordergrund, trotzdem wird diszipliniert und konzentriert trainiert.
Witten: Gaslock-Arena am Goltenbusch |

Der SV Bommern 05 führt in seiner Fußballabteilung die einzige weibliche U13-Mannschaft Wittens. Aufgrund der guten Nachwuchsarbeit hat das D-Juniorinnen-Team eine Einladung zur Ferienfreizeit der DFB-Stiftung Egidius Braun erhalten.


Olaf Kunstmann, Dirk Stahr und Björn Frohe trainieren die 25 jungen Fußballerinnen, die in der Kreisliga spielen. Jedes interessierte Mädchen ist im Team willkommen. Streitereien und Konkurrenzkampf gibt es hier nicht. „Ich habe noch nie eine Zickerei oder Ärger erlebt. Uns ist der Spaß wichtiger als der Erfolg. Wir lachen viel“, sagt Trainer Olaf Kunstmann. Dass die D-Juniorinnen in den Spielen dennoch diszipliniert und konzentriert auftreten und der Erfolg nicht ausbleibt, ist am Tabellenstand klar zu erkennen. Die Mannschaft hat ihr letztes Spiel gegen den SV Waldesrand Linden 2 mit 4:0 deutlich gewonnen und führt nun mit zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten RW Stiepel die Kreisliga an.
Im Sommer können sich die Mädchen auf einen besonderen Höhepunkt freuen. Der Verbands-Jugend-Ausschuss des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen hat das U13-Team dazu ausgewählt, an einer einwöchigen Ferienfreizeit der DFB-Stiftung Egidius Braun teilzunehmen. Hiermit wird die Jugendarbeit, die sich durch besondere Integrationswirkung und Qualität auszeichnet, belohnt. Auf die Mädchen wartet ein Mix aus Fußball, Ferien und Freizeit mit dem DFB-Team im Zeltlager Landenhausen in Hessen.
Der Zulauf zu den D-Juniorinnen des SV Bommern ist groß. „80% der Mädchen, die hier mit Fußball anfangen, bleiben dabei. Wir verlieren nur die, die den Sprung zur U17 nicht mitmachen“, so Olaf Kunstmann. Der Übergang von der U13 in die U17 gestaltet sich für viele Mädchen als schwierig. Damit dieses Problem zukünftig nicht mehr besteht, möchte der SV Bommern im nächsten Jahr eine Mannschaft für C-Juniorinnen (U15) gründen. Zudem freut er sich auch über jeden Neuzugang von Mädchen der 2003er- und 2004er-Jahrgänge.
Der Großteil der U13-Spielerinnen ist seit drei beziehungsweise vier Jahren beim SV Bommern am Ball, so auch Kaya Schlott. „Meine ältere Schwester hatte angefangen, Fußball zu spielen. Ich habe ihr oft zugeguckt und irgendwann selbst mittrainiert“, so die 11-jährige. Auch ihre kleine Schwester Nela, 9 Jahre, ließ sich vom Fußball-Fieber mitreißen und spielt nun mit Kaya zusammen in einer Mannschaft. Das Team trainiert zweimal wöchentlich. Der Schwerpunkt des Trainings am Montag sind die Grundlagen. Damit kommen die Trainer insbesondere den Anfängerinnen entgegen. Freitags wiederum fördern sie verstärkt die Spielerinnen der Bochumer Kreisauswahl und die schwächeren U17-Spielerinnen.
Natürlich hat fast jedes Mädchen ein Vorbild, bei dem es sich bei allen ausschließlich um männliche Profi-Fußballer handelt. „Mein Vorbild ist Marco Reus, weil er, obwohl er oft verletzt ist, trotzdem weiterspielt“, sagt Aurora Rexhepi, 12 Jahre alt. Mit den Bundesliga-Profis als Vorbilder im Hinterkopf und mit genauso viel Spaß am Ball wie bisher, steht den U13-Juniorinnen und einer erfolgreichen gemeinsamen Zeit nichts mehr im Wege.
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