Ultraläuferin Libuda lief 217,369 Kilometer

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Anke Libuda lief 24 Stunden durch.

Es war eine fast schon eine unmenschliche Ausdauerleistung für Anke Libuda vom PV-Triathlon Witten: als Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft startete sie nun bei der 24-Stunden-Europameisterschaft in Frankreich.

Genau einen Tag später ist die PVlerin im Ziel. Anke Libuda legte in 24 Stunden unglaubliche 217,369 Kilometer im Laufschritt zurück und wurde als zweitbeste Deutsche 16. bei den Frauen. Nur zum Vergleich: bei einem Ironman kommen die Triathleten auf rund 226 Kilometer, davon 180 Kilometer mit dem Rennrad.
Im Sommer übererfüllte Libuda in Delmenhorst die Qualifikationsnorm von 205 Kilometer in 24 Stunden: mit 211,541 Kilometern knackte sie gleichzeitig sowohl den Streckenrekord der Delmenhorster Laufveranstaltung wie auch die Deutsche Jahresbestleistung.
Mit dem Ziel, am Ende 215 Kilometer auf der Uhr zu haben, lief die Wittenerin ihr Anfangstempo in einem 6:20-er Minutenschnitt je Kilometer um zehn Sekunden schneller als bei ihrem Qualifikationslauf in Delmenhorst und fand sich erwartungsgemäß weit hinten im Teilnehmerfeld von 90 Damen und 110 Herren wieder.
Auf den optisch nicht so ansprechenden, aber gut zu laufenden Runden von jeweils 1,1 Kilometern kam Anke Libuda relativ gut durch den warmen Nachmittag. Dann aber meldete sich ihre Verdauung und die PVlerin musste öfters als geplant eine Toilette aufsuchen. Die Ultraläuferin reduzierte ihr Lauftempo und nahm Nahrung zu sich, wodurch sich ihr Zustand wieder stabilisierte. Als der Abend dämmerte, war ein kompletter Kleiderwechsel angesagt und weiter ging es mit einem Tempo zwischen 6:30 und 6:40 Minuten pro Kilometer durch die Nacht. Schritt für Schritt kämpfte sie sich bis auf Rang 19 vor.
90 Minuten vor der Schlusssirene riefen die Betreuer den deutschen Ultraläuferinnen zu, dass noch eine Chance auf ein Treppchenplatz für das Team bestünde, wenn sie noch etwas Gas geben könne. "Wir haben alles mobilisert, was ging und nochmal Tempo gemacht", erinnert sich Anke Libuda. Es reichte zwar letztendlich "nur" für den vierten Platz, zu dem Anke Libuda als zweitbeste Deutsche mit den erwähnten 217,369 Kilometern ihren Anteil beigetragen hatte, aber das tat der Freude über das Geleistete keinen Abbruch. "2017 greifen wir bei der WM in Belfast wieder an", nahmen sich die deutschen Damen fest vor.
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