Delegation aus Wolfen besucht Wittener Kleingärtner

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Vier Tage lang war eine Delegation aus der Partnerstadt Wolfen in Witten zu Gast. Neben Ausflügen auf den Hohenstein oder zu Zeche Nachtigall stand auch ein Besuch des Kleingärtnervereins Ruhrblick Heven auf dem Programm.

„Dieser Besuch ist ein Erfahrungsaustausch, bei dem wir schauen, was man vom jeweils anderen übernehmen könnte“, sagt Siegfried Seidel, zweiter Vorsitzender des Wolfener Kleingartenvereins Am Busch, der mit Belegungsproblemen zu kämpfen hat. „Wir haben sehr viel Leerstand, bedingt dadurch, dass wir zweimal vom Hochwasser heimgesucht wurden“, erläutert Siegfried Seidel. „Dazu kommt“, so der zweite Vorsitzende, „dass hier alles anders gewachsen ist als bei uns. Bei uns war DDR, die Älteren sterben irgendwann weg, und Jüngere in die Gärten zu bekommen, ist sehr schwierig.“
Von den Wittenern abschauen möchten sich die Wolfener Kleingärtner unter anderem die strafferen Strukturen. Generell gilt übergeordnet für alle Vereine das Kleingartengesetz. „Grundsätzlich ist das Kleingartengesetz unsere Bibel“, betont Werner Rüsing, erster Vorsitzender des Kleingärtnervereins Ruhrblick Heven. „Aber dabei gibt es natürlich Spielräume“, so Werner Rüsing weiter. Und die liegen beispielsweise darin, dass beim Wittener Verein die Pflichtstunden anders geregelt sind. Wer nicht zu gemeinsamen Einsätzen erscheint, muss eine Strafe zahlen. Dies auch beim Wolfener Verein einzuführen, wirkt zwar auf den ersten Blick kontraproduktiv fürs Werben neuer Mitglieder; den Vorteil erläutert Siegfried Seidel: „Wenn man gemeinsam etwas schaffen will, müssen natürlich auch alle an einem Strang ziehen. Bei uns kommen bei einem Einsatz manchmal nur zwei bis drei Leute, und beim nächsten stehen zwanzig vor der Tür.“
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