Ehrenamt: Gemeinsam für Witten

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Ein Informationstag rund um das Thema Ehrenamt fand statt im und rund um das Café Treff neben der Werkstadt. Drinnen gab es zahlreiche Infostände und viele Fachgespräche. Draußen waren Feuerwehr, THW, DRK und ASB mit ihren Einsatzfahrzeugen vertreten und simulierten die Bergung und Versorgung einer verletzten Person. Foto: Barbara Zabka
Unter dem Motto „Ehrenamt, die tragenden Säulen - Gemeinsam für Witten“ hatten sich in einer ersten Aktion 13 Hilfsorganisationen, aber auch mehrere Vereine im Treff neben der Wittener Werkstadt vorgestellt.
„Wir wollten die Helferwerbung wiederaufleben lassen“, sagt Bastian Wiebusch, der selbst in der Bergungstruppe des THW Witten aktiv ist. Doch die Resonanz war bescheiden.
Dabei gab es neben den Informationen im Treff selbst auch draußen Einsatzfahrzeuge zu besichtigen, der Alpenverein hat an einer der Hauswände Kletter- und Abseiltechniken demonstriert und selbst Tafel und Tierschutzvereine waren vor Ort.
„Von dieser Veranstaltung hatten wir uns etwas mehr versprochen, gerade durch Ort und Art der Veranstaltung“, so Wiebusch weiter. „Unsere Beteiligung an der Ehrenamtsmesse von Fokus oder der Seniorenmesse waren nicht so gut. Zum einen sind wir dort ein wenig untergegangen und zum anderen möchten wir gerne auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen.“
Ehrenamtliche Helfer zu finden, das ist nicht nur ein Problem von THW oder DRK, die Vereine können davon ebenfalls ein Lied singen. Deshalb der Versuch, mal viele ganz unterschiedliche Organisationen unter einen Hut zu bringen und zusammen vorzustellen. Als Konkurrenten sieht man sich da untereinander nicht, schließlich sind die Tätigkeits- oder Einsatzbereiche und Voraussetzungen ganz andere beim DRK als etwa beim Sport- oder Wanderverein.
Außerdem: „Bei vielen scheint die Meinung vorzuherrschen, ehrenamtliche Arbeit, das sei in erster Linie mit viel Aufwand verbunden. Doch man bekommt auch eine Menge zurück“, sagt Wiebusch. Und meint dabei nicht nur Ideelles, sondern ganz praktische Dinge: „Wenn ich allein bedenke, wie viele Führerscheine ich hier über das Technische Hilfswerk gemacht habe. Oder handwerkliche Fähigkeiten, die man lernt, das ist wirklich eine ganze Menge.“ Bei vielen der Hilfsorganisationen gibt es zudem Schulungen im ganzen Bundesgebiet oder die Möglichkeit zum Auslandseinsatz.
Auch wenn die erste gemeinsame Aktion eher enttäuschend für die Organisatoren gelaufen ist, geht es mit „Gemeinsam für Witten“ auf jeden Fall weiter. „Die nächste Aktion wird Anfang Juni im Freibad stattfinden. Dafür haben wir die Stadtwerke schon mit im Boot“, verrät Bastian Wiebusch. Außerdem wird es hier und da „Huckepack“-Aktionen geben. „Das heißt, dass wir bei großen Veranstaltungen in Witten mitmachen, so wie das zum Beispiel am Wochenende in Herbede beim Frühlingsfest traditionell der Fall ist, wo das THW Witten jetzt zum ersten Mal auch dabei ist“, sagt Wiebusch.
Besonders bei den jüngeren Leuten möchten sich die Vereine und Hilfsorganisationen wieder mehr ins Bewusstsein bringen. Während das DRK oder die DLRG vom Namen her bekannt sind, haben hier die Mitarbeiter vom THW selbst hier schon manches Mal Probleme. „Wenn zum Beispiel jemand eine Pizza zum THW bestellen möchte, kommt schon mal die Nachfrage: ‚Wohin, ins Tierheim?‘“, schmunzelt Wiebusch.
Ein Gutes hatte aber auch schon die erste Aktion an der Werkstadt: „ Wir sind untereinander ein bisschen näher zusammengerückt und haben, glaube ich, viel voneinander gelernt“, sagt Sebastian Wiebusch.
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