Infozentrum des Geoparks: Entdeckungsreise in die Erdgeschichte

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Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann (v.l.), LWL-Museumsdirektor Dirk Zache, Prof. Dr. Thomas Kirnbauer, Beiratsvorsitzender GeoPark, Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Dr. Volker Wrede, Vorsitzender des GeoPark Ruhrgebiet e.V.,Dieter Funke, Bereichsleiter Wirtschaftsführung RVR und Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung bei der Eröffnung des Infozentrums. (Foto: LWL/Appelhans)
Witten: Zeche Nachtigall |

Wo treten welche Rohstoffe auf? Wie sind sie entstanden? Wozu benötigen wir sie? Diese Fragen beantwortet das neue Informationszentrum, das aus Anlass des zehnjährigen Geburtstags des Geoparks Ruhrgebiet im Industriemuseum Zeche Nachtigall eröffnet wurde.

„Mit der Antwort auf diese Fragen trägt der Geopark bei zu einer Versachlichung der Diskussion um die nachhaltige Nutzung der Rohstoffe in unserem Land“, sagte Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky vom NRW-Wirtschaftsminis­terium bei der Eröffnung. Dieter Funke, Bereichsleiter des Regionalverbandes Ruhr, freut sich über den neuen touristischen Anziehungspunkt: „Der Geopark Ruhrgebiet hat jetzt sein eigenes Informationszentrum mitten in der Wiege des Bergbaus. Hier wird die Metropole Ruhr erdgeschichtlich mit attraktiven touristischen Angeboten vorgestellt. Ich würde mich freuen, wenn Besucher das Informationszentrum und seine Ausstellung intensiv als Eingangsportal auf ihrer Entdeckungsreise durch die Geologie der Region nutzen.“ Der Regionalverband Ruhr und der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen sind Träger des Vereins Geopark Ruhrgebiet, der 2004 gegründet wurde.

Zeche Nachtigall liegt inmitten überregional bekannter Geotope

Das Industriemuseum Zeche Nachtigall liegt inmitten überregional bekannter Geotope und verfügt selbst auf seinem Gelände über hochwertige geologische Aufschlüsse. Ob Zeche, Steinbruch oder Ziegelei  – auf Nachtigall ging es immer um die Erschließung, Gewinnung und Verarbeitung von Bodenschätzen. Deshalb hat der LWL in seinem Museumskonzept von vornherein die Rohstoffe, die es vor Ort gibt, in den Blick genommen. Denn sie sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich die Industrie entwickeln konnte.
Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Rohstoffvorkommen des Ruhrgebietes und eine Auswahl der daraus hergestellten Produkte. An Steinkohle denkt beim Stichwort „Ruhrgebiet“ jeder, aber wer hätte gewusst, dass auch Backpulver ein hiesiges Bergbauprodukt ist oder sich Kalkstein in Zahnpasta wiederfindet?
„Besucher erfahren in unterhaltsamer Form viel über die Erdgeschichte des Ruhrgebietes und ihre Bedeutung für die Entstehung der Landschaften in der heutigen Metropolregion Ruhr“, sagte Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung.
Die Verbreitung der unterschiedlichen Gesteinsschichten im Ruhrgebiet lässt sich auf einer geologischen Karte, Tischmodell, nachvollziehen. Ein Diorama zeigt, wie das Ruhrgebiet im Karbon-Zeitalter aussah. Und die Besucher können sich über das nationale Geotop Muttental als Naturraum und ehemalige Industrielandschaft informieren.

Der GeoPark Ruhrgebiet ist eingebettet in ein weltweites Netzwerk von Geoparks, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Geologie anschaulich und für alle verständlich erlebbar zu machen. Diese Initiative wird von der UNESCO unterstützt.
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