Thema Demenz: Bewegung und Kontakt

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Der TuS Bommern hat sein Angebot  „Sportlich über Mittag“ vorgestellt, das Menschen mit Demenz helfen soll, in jeder Hinsicht in Bewegung zu bleiben. Nach der sportlichen Aktivität wird auch gemeinsam gekocht und gegessen. Am Ball sind (v. l.): Anke Steuer (Koordinatorin Netzwerk Demenz), Frieda Holland (Bundesfreiwilligendienst beim TuS Bommern), Björn Pinno (Vereinsmanager TuS Bommern) und Kursleiterin Petra Möller.
Witten: Selbsthilfe-Kontaktstelle Witten, Wetter, Herdecke |

Bereits seit Februar dieses Jahres treffen sich jeden Donnerstag mehrere ältere gesunde und an Demenz erkrankte Menschen in der Selbsthilfe-Kontaktstelle an der Dortmunder Straße.

Sie sind Teilnehmer des Betreuungsangebots „Sportlich über Mittag“, das in Kooperation vom TuS Bommern und der Alzheimer-Gesellschaft Witten-Wetter-Herdecke durchgeführt und vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW sowie den Landesverbänden der Pflegekassen gefördert wird.
Im Vordergrund stehen das gemeinsame Kochen und Essen sowie eine Sporteinheit. „Die Bewegung und der Kontakt zu anderen – einfach mal rauskommen, das tut auch den demenzkranken Menschen gut“, sagt Übungsleiterin Petra Möller. Die gelernte Altenpflegerin hat als eine der ersten in Nordrhein-Westfalen ein Sport-Angebot für Menschen mit Demenz entwickelt.
Los geht es um 10.30 Uhr mit einem Begrüßungsgespräch, anschließend betätigen sich die Senioren sportlich. Auf dem Programm stehen Kraft- und Ausdauertraining, Gedächtnistraining und auch die Sturzprophylaxe. Diese Einheit dauert etwa eine Stunde.
Nach der sportlichen Aktivität heißt es: Ab in die Küche. Hier bereiten die Senioren das gemeinsame Mittagessen vor, kochen und essen zusammen. Dass dabei reichlich geklönt wird, versteht sich von selbst. „Manchmal singen wir auch zusammen. Es macht viel Spaß und ist eine schöne Abwechslung“, so das Urteil einer Teilnehmerin.
„Seitens der Angehörigen von Demenzkranken gibt es häufig eine Hemmschwelle“, weiß Petra Möller aus Erfahrung. „Aber wenn die Teilnehmer unter sich sind, ist die Atmosphäre ganz locker und entspannt. Denn wenn man an Demenz erkrankt ist, ist man ja nicht plötzlich ein anderer Mensch.“
Und Anke Steuer, Koordinatorin vom Netzwerk Demenz ergänzt: „Als ich das erste Mal in die Gruppe gekommen bin, musste ich erst mal nachfragen, wer von den Teilnehmern dement ist und wer nicht. Die Grenzen verschwimmen innerhalb der Gruppe.“
Wer sich über das Angebot „Sportlich über Mittag“ informieren möchte, kann dies bei Petra Möller unter der Rufnummer 0172-4 43 64 34 tun.
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