Am 05.03.2012 sendete die ARD im Ersten um 23.30 Uhr die 80minütige gerade fertiggestellte Doku (2012) von Dan Reed: "Kinder des Tsunami".
„Kinder des Tsunami“ ist eine äußerst empfehlenswerte internationale Koproduktion von Renegade Film und Ventana Film mit SWR, BBC, VPRO, CBC, SVT, ABC, DR und Chongqing Science and Educational Channel.
Aus den Mediatheken der Sendeanstalten wurde das Video entfernt !
Leider ist diese äußerst sehenswerte Doku auch auf Youtube nicht mehr verfügbar.
Hinweis auf Youtube:
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Inhalt der Doku:
Am Wochenende des 11. März 2011 traf Japan eine dreifache Katastrophe: ein gewaltiges Erdbeben, der darauffolgende Tsunami und der Atom-Gau von Fukushima. Das Leben zehntausender Familien in der Region Tohoku, einer vormals atemberaubend schönen Landschaft mit sanften Hügeln und feinen Sandstränden, wurde zerstört. Besonders verheerend sind die Auswirkungen dieser Katastrophe für jene Kinder, die, in ihrer Schule vom Tsunami überrascht, Augenzeugen apokalyptischer Szenen wurden.
Sie erlebten die Natur auf schrecklichste Weise – in einem Alter, in dem sich die Wahrnehmung der Welt noch entwickelt. Viele sahen mit eigenen Augen, wie die schwarze Flut ihre Schule und ihr Heim zertrümmerte, ihre Freunde und Verwandten mit sich riss. Diese unmittelbare Konfrontation mit Tod und Zerstörung blieb den aus der Umgebung des zerstörten Atommeilers evakuierten Kindern erspart. Aber auch sie müssen mit dem Verlust ihres Zuhauses fertigwerden. Und die Folgen der radioaktiven Verseuchung sind nicht absehbar.
Ein Jahr nach Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe in Japan rekonstruiert die Dokumentation die Ereignisse aus der Sicht von Kindern. Eine der Schulen ist von dem Tsunami betroffen (Okawa Grundschule), die anderen von dem Atom-Gau (Kashima-Grundschule). In einer packenden Erzählung wird nachvollziehbar, was sich in den verschiedenen Schulen und im Zuhause der Kinder während des Wochenendes abspielte und wie die Kinder ihr neues Leben bewältigen. Die Überlebenden des Tsunami trauern um die Toten, versuchen, das Erlebte zu verarbeiten und sich, nachdem ihre Gemeinde völlig zerstört wurde, ein neues Leben aufzubauen.
Auch das Leben der Kinder, die dem Atom-Gau ausgesetzt waren, hat sich völlig verändert: Trotz der Evakuierung sind sie einer gefährlichen atomaren Strahlenbelastung ausgesetzt. Das sichere Netz des Familienlebens wurde zerrissen. Ihr Alltag wurde nicht nur völlig auf den Kopf gestellt; ihnen wurde gesagt, dass sie niemals wieder bedenkenlos draußen spielen oder im Pool schwimmen dürfen.
Die Zukunft empfinden sie nicht mehr als verheißungsvoll, sondern als bedrohlich. Niemand weiß, welche Folgen der Atom-Gau noch für ihre Gesundheit, ihr Leben, haben wird.
Hier einige Zitate der betroffenen Kinder:
„Ich habe Angst vor der atomaren Strahlung. Mein Leben jetzt macht mir Angst. […] Ich möchte Strahlenforscherin werden, damit das alles nicht nochmal passiert. Ich möchte Medikamente und Sprays herstellen, um Kinder zu beschützen, die in der Zukunft geboren werden. Sie sollen sicher sein.“ - Ayaka (10 Jahre)
„Mama macht sich Sorgen wegen meinem kleinen Bruder, weil er seit dem Unglück nicht mehr spricht. […] Meine Freunde und ich reden nicht über die Verstrahlung, sonst passiert vielleicht noch ein Erdbeben.“ - Toshi (8 Jahre)
„Meine toten Lehrer und Freunde lagen am Straßenrand ,in blauen Plastiksäcken. Man sagte mir, ich soll nicht hingucken. […] Ich glaube, alle meine Freundinnen, die gestorben sind, wollen vielleicht, dass ich so fröhlich bin, wie ich es immer war. Also versuche ich, fröhlich zu sein“ - Shiori (10 Jahre)
Quelle: SWR
Photos: SWR/Renegade Pictures, honorarfrei -Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: SWR/Renegade Pictures"
PDF-Dokument:
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Die Bildergalerie sind Screenshots aus der Doku.






