Wie die Alten sungen…..

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Lena Gossens (17) und Saskia Schöbel (22) sorgen bei der Tanzgarde dafür, dass alle Auftritte klappen
 
Mario Lohmann 29(Präsident der St. Antonius Junggesellen Schützenbruderschaft) und Sebastian Janßen 20, der nicht nur bei den Schützen, sondern auch bei der Pilgerparty die Hand mit im Spiel hat

Ginderichs Jugend ist aktiv

Auch für das Gemeinwohl tätig

Um den Nachwuchs muss es den Gindericher Vereinen nicht bange werden; denn die Dorfjugend ist sehr aktiv und hat in vielen Organisationen und Vereinen bereits das Zepter übernommen.
Herbert Wesley, ehrenamtlich engagierter und auf eine positive Zukunft Ginderichs bedachter Bürger des Weseler Ortsteils: “Obwohl ich Gindericher bin, habe ich gar nicht mitbekommen, dass z. B. bei der Pilgerparty bereits seit einigen Jahren die Jugend bei der Organisation des Events, dem Highlight des Monats Oktober, ihre Hände im Spiel hat“ und Alexander Höppner (22) bestätigt, „Wir führen das weiter, was unsere Väter vor Jahren begonnen haben; denn wir waren eigentlich schon als Kinder mit den unterschiedlichsten Aufgaben eingebunden“.
Bis vor kurzem fand die Party im Saal der Dorfgaststätte statt. Seit der Schließung des Lokals wird für die über 300 Feierwütigen ein Zelt aufgebaut, in dem Live Bands Musik für jedes Alter spielen.
Ein weiterer Beweis für die Aktivität der Jugend sind die Tanzgarden, eine für Jugendliche von 16 bis 25 Jahren, bestehend aus sechs Mädchen und zwei für die Kleineren mit jeweils 14 Mitgliedern. Hier engagieren sich Lena Gossens (17) und Saskia Schöbel (22). Letztere trainiert die Kleineren und tanzt seit 15 Jahren. Auftritte gibt es nicht nur im Dorf selber, sondern auch in den Gemeinden der näheren Umgebung. „Wir sind jetzt endlich soweit“, erzählt sie stolz, „ dass wir unsere Kostüme gegen neue austauschen konnten.“ Finanziert wurde dies durch Auftritte, Spenden und geleistete Arbeiten. Wer weiß, dass ein Kostüm um die 600 Euro kostet, kann sich vorstellen, wie lange dafür gespart werden musste. Momentan bestimmt intensives Training dreimal wöchentlich den Alltag der Tänzerinnen; denn sie Session ist in vollem Gange und verschnauft wird erst nach Aschermittwoch.
Der älteste Verein des Dorfes ist die St. Antonius Junggesellen Schützenbruderschaft 1643 Ginderich e. V., die im übernächsten Jahr ihr 375jähriges Jubiläum feiert. Die Junggesellen bilden eine eigene unabhängige Bruderschaft und sind nicht die Jugendabteilung einer anderen. „Mitglied darf sein, wer weder kirchlich verheiratet, noch älter als 30 ist“, betont Mario Lohmann, Präsident der Junggesellen, "danach wechselt man in die St. Antonius Schützenbruderschaft Ginderich 1922 e. V.“
Viele Kinder und Jugendliche sind Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes, der man momentan noch ab zwölf, in absehbarer Zeit aber bereits mit zehn Jahren beitreten kann. „In Wesel gibt es insgesamt 54 Jugendliche in der Feuerwehr, davon alleine neun in Ginderich“, freut sich Herbert Wesley. Von den neun Mitgliedern sind zwei Mädchen noch in der Grundausbildung. Mit 18 darf man in den aktiven Dienst eintreten.
Ganz gleich, welche Organisation oder welcher Verein, eines haben alle gemeinsam: Sie engagieren sich ebenfalls für das Gemeinwohl und helfen bei den Vorbereitungen zu Veranstaltungen auch außerhalb ihres Wirkungsbereiches.

Randolf Vastmans
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