Der Landschaftswächter

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Von links: Wilfried Tebart und Klaus Peters bei der Begutachtung eines Schadens in der Sonsbecker Schweiz

Wilfried Tebart - Ehrenamtlich unterwegs im Dienste der Natur

Wilfried Tebart aus Sonsbeck ist im Hauptberuf Gartenbaumeister bei der Caritas und bildet in dieser Funktion junge psychisch gestörte Menschen aus. Des Weiteren ist er passionierter Jäger, dem die Natur am Herzen liegt und der ihren Schutz sehr ernst nimmt.
So ist es wenig verwunderlich, dass er in die Fußstapfen seines Vaters, der über 10 Jahre ehrenamtlich als Landschaftswächter für den Kreis Wesel in Sonsbeck und der näheren Umgebung unterwegs war, trat und diese Tätigkeit nun ebenfalls schon seit vielen Jahren weiterführt.
24 dieser naturverbundenen Ehrenamtlichen, welche im Rhythmus der Kommunalwahlen bestellt werden, arbeiten im gesamten Kreis Wesel für den Naturschutz und verbinden sozusagen das Angenehme mit dem Nützlichen, indem sie bei ihren Spaziergängen, Wanderungen und dergleichen auf das achten, was um sie herum vor sich geht. Klaus Peters von der unteren Landschaftsbehörde ist ihr Ansprechpartner in der Kreisverwaltung, bei der die Fäden zusammenlaufen.
Wie er und Tebart betonen, verstehen sich die Landschaftswächter als Kontaktpersonen für die Bevölkerung. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Bürger über den Naturschutz aufzuklären, um so Schäden von Flora und Fauna abzuwenden.
In einem Ort wie Sonsbeck, so der Landschaftswächter, wo jeder jeden kennt, ist es oft so, dass Bürger einen auf Schäden oder Vorkommnisse, die sie bei ihren eigenen Spaziergängen beobachtet haben, aufmerksam machen. Dann geht man der Sache nach und gibt das Ergebnis, falls es ein negatives ist, an die zuständigen Stellen, wie eben die untere Landschaftsbehörde, das Ordnungsamt oder in Extremfällen die Polizei weiter, die dann das Notwendige veranlassen. So kann z. B. Klaus Peters beim Kreis Wesel diese Meldungen auf einer Flurkarte sofort dem entsprechenden Grundstück und somit dessen Eigentümer zuordnen und diesen gegebenenfalls informieren.
Selber darf Wilfried Tebart weder Ordnungsstrafen verhängen, noch Platzverbote oder dergleichen aussprechen; denn eben dafür sind die zuständigen Behörden da.
Gott sei Dank sind die meisten Bürger einsichtig, wenn er sie z. B. beim Betreten von Naturschutzflächen abseits der Wege, beim Laufenlassen ihrer Hunde in Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten oder anderen kleinen Vergehen beobachtet und sie über deren Folgen für die Natur aufklärt. Die meisten; aber eben nicht alle.
„Wir geben jedoch die Hoffnung, auch diese durch Aufklärung zur Vernunft zu bringen, nicht auf“, sagt Tebart mit einem hoffnungsvollen Augenzwinkern und appelliert an die Vernunft aller Bürger, Ver- und Gebote zu beachten; denn sie sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern immens wichtig für unsere Umwelt.

Randolf Vastmans
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