Ein Mädchen und ihre Geige

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Rahel Weier spielt die Geige bereits virtuos.
 
Aber das Klavier beherrscht sie auch, schließlich ist ein zweites Instrument Voraussetzung für ihren Studienwunsch.

Während bei ihren Klassenkameradinnen Justin Timberlake oder David Guetta die musikalischen Begleiter sind, hat sich Rahel Weier für deutlich ältere Herren entschieden. Die 15-Jährige lauscht lieber den Klängen von Antonin Dvorak und anderen Komponisten klassischer Werke. Die begabte Xantener Violinistin lebt für Musik und wurde jetzt mit einem 3. Preis beim 53. Bundeswettbewerb Jugend musiziert für ihren Eifer belohnt.

Kurioserweise war es eine Kinderserie im Fernsehen, die Rahel Weier mit etwa fünf Jahren sah, und die sie endgültig in die Arme der Musik trieb. „Da fand ich die Geige so toll und habe einfach angefangen, darauf zu spielen. Erst alleine, später dann mit einer Lehrerin“, fasst die Gymnasiastin zusammen. „Unsere Familie ist schon recht musikalisch, wir haben früher öfter gemeinsam musiziert“, verrät Mutter Simone Weier-Kremer, dass Rahel zumindest die ersten Schritte dadurch etwas leichter fielen, „aber ansonsten hat sie sich alles selbst erarbeitet“, betont sie auch.
Und das ist schon recht beachtlich. Mal abgesehen davon, dass Rahel bereits das elfte Schuljahr besucht und im kommenden Jahr mit dann 16 Jahren bereits ihre Abitur in der Tasche haben sollte, ist sie längst festes Mitglied in diversen Orchestern. Gestartet ist sie einst im Jugendstreichorchester Kevelaer, seit zwei Jahren ist sie Mitglied der deutschen Streicherphilharmonie. „Das ist ein bundesweites Streichorchester, die Streicher sind alle zwischen elf und 19 Jahre alt“, klärt Rahel auf. Für dieses jüngste Bundesauswahlorchester müssen sich die Mitglieder über ein Probespiel qualifizieren. „Wir treffen uns mehrmals im Jahr zu gemeinsamen Arbeitsphasen“, sagt Rahel. Diese beinhalten gemeinsames intensives Proben und Auftritte im In- und Ausland. Seitdem Rahle dort spielt, waren es bislang zwar nur Inlandsauftritte, dafür aber in den großartigsten Konzertsälen wie Berliner und auch Kölner Philharmonie oder die Düsseldorfer Tonhalle.
Nebenbei spielt sie auch noch im Landesjugendorchester NRW. Da freut sie sich, denn da steht jetzt ein Trip nach Italien mit Gastspielen auf dem Programm. Und als wäre das nicht mehr als genug Musik, hat sie sich noch mit zwei weiteren Streicherinnen, einer Bratsche und einem Cello, zu einem Trio zusammengeschlossen, das mit gemischter klassischer Musik unterhält.
Der Berufswunsch steht freilich schon lange fest. Doch die Plätze, um Musik in Deutschland zu studieren, sind rar, und „es gibt sehr viel Konkurrenz“, weiß Rahel. Die Pflicht, ein zweites Instrument zu beherrschen, pariert sie am Klavier. Und auch theoretischen Musikunterricht hat sie nebenbei, ebenfalls wichtig für das Studium. Danach würde sie dann gerne in einem Orchester einen festen Platz finden, natürlich in einem mit dem entsprechenden Niveau und Format. „Aber dazu muss ich eben die entsprechende Fachrichtung studieren“, nennt sie die Hürde. Doch da auch da ein Vorspielen wesentlicher Faktor ist, ob ein Professor einen Schüler unter seine Fittiche nimmt, sollte sich Rahel doch etwas zuversichtlicher zeigen. Denn „alles, was Rahel bisher erreicht hat, hat sie ohne Kontakte und Beziehungen ganz allein durch Leistung geschafft“, wie Mutter Simone betont. Da sollte das mit dem Studium doch auch noch klappen….
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