Feierliche Lossprechung im Archäologischen Park

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Die jungen Gesellen und Innungsmeister im Archäologischen Park in Xanten.
Noch vor ein, zwei Generationen wären die 46 jungen Handwerker, die am vergangenen Samstag bei einer feierlichen Lossprechungsfeier in der Römischen Herberge im Archäologischen Park ihr Lehrlings-Dasein offiziell beendeten, auf die Walz gegangen. „Das ist heute eigentlich kaum noch üblich“, war bei Rudolf Rosenberger, Obermeister der Baugewerks-Innung, ein Hauch Wehmut zu spüren. Neben den fertigen Lehrlingen der Baugewerks-Innung im Kreis Wesel wurden auch die der Dachdecker-Innung im Kreis Wesel sowie der Stukkateur-Innung Niederrhein ausgezeichnet.

Neben den klassischen Laudationes, allen voran die Festrede von Dachdeckermeisterin Klaudia Kutscher-Remy vom gleichnamigen Büdericher Familienunternehmen, wurden auch einige Lehrlinge für ihre besonders guten Leistungen geehrt. Artem Fuhr (Duisburg/Firma Gert und Getts, Neukirchen-Vluyn) und Tim Kemper (Rheinberg/Firma Kahle, Rheinberg) wurden als beste Maurer ausgezeichnet. Als bester Zimmerer wurde Marcel Janssen (Kevelaer/de Boer Zimmereiges., Geldern) geehrt, als bester Kanalbauer Lucas Buth (Xanten/Fenners Bauges., Neukirchen-Vluyn) und als bester Beton- und Stahlbetonbauer Eric van de Weyer (Sonsbeck), der im Betrieb der Familie gelernt hat.

Schließlich durften sich noch drei der frisch gebackenen Gesellen über einen kleinen Geldpreis von der „Stiftung zur Förderung der Berufsbildung im Bauhandwerk“ der Baugewerks-Innung Kreis Wesel sowie Siegerurkunden der Handwerkskammer Düsseldorf freuen. 1. Kammersieger 2014 der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer ist Marvin Maurice Schoog (Krefeld/Firma CGM Industrieservice, Moers), 3. Kammersieger 2014 der Maurer ist Timo Vorholt (Wesel/Thiel GmbH, Wesel) und Alexander Schwenner (Geldern/Nalecz-Bau, Kamp-Lintfort), ist 3. Kammersieger 2014 der Bürokaufmänner.

Da das Baugewerbe, wie Rosenberger bestätigte, derzeit über mangelnde Aufträge nicht klagen kann, sind die beruflichen Aussichten der jungen Gesellen sehr gut. Auch offene Lehrstellen sind noch reichlich vorhanden. „Die Arbeit ist körperlich nicht mehr so belastend“, betont Rosenberger. „Vor Jahren wogen die Zementsäcke noch einen Zentner, heute hat man nur noch 25 Kilogramm-Säcke. Es ist nicht mehr der Knochenjob wie früher und die Honorierung für Lehrlinge ist auch sehr gut. Selbst die Schlechtwetterregelung gibt es noch“, kann er Interessierten sogar die Angst davor nehmen, im Winter saisonbedingt Stammgast bei der Arbeitsagentur zu sein. Über schlechtes Wetter mussten sich die frisch Losgesprochenen aber erst einmal keine Gedanken machen, für sie schien an diesem Tag in jeder Hinsicht die Sonne.
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