Strammes Jahresprogramm

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Bürgermeister Thomas Görtz, der Beigeordnete Niklas Franke und DBX-Chef Harald Rodiek bei der Vorstellung des Jahresprogramms.
Xanten: Rathaus, Sitzungssaal | Die Xantener Stadtverwaltung hofft, die Schatten der Vergangenheit loswerden zu können


Es weht ein rauer Wind durch die Xantener Stadtverwaltung und den Dienstleistungsbetrieb Xanten (DBX). Mit Blick auf die noch nicht ausgestandene Korruptionsaffäre, will Bürgermeister Thomas Görtz die "Zügel straff" anziehen. Geschenke, und seien es noch so kleine, dürfen künftig von den Rathaus-Bediensteten nicht mehr angenommen werden

Xanten. Der Bürgermeister informierte beim Pressefrühstück gemeinsam mit dem Beigeordneten und technischen Dezernenten Niklas Franke sowie DBX-Chef Harald Rodiek darüber, dass die Korruptionsaffäre, die ihren Lauf im Jahr 2015 nahm, als die Staatsanwaltschaft die Büros des DBX im Xantener Rathaus durchsuchen ließ, noch nicht ausgestanden sei. Täglich bis zu zwei Stunden sei die Verwaltung damit beschäftigt "Detektivarbeit für das Landeskriminalamt" zu leisten.
Thomas Görtz hofft, dass die Ermittlungen im Frühjahr abgeschlossen sind und Anklage erhoben wird. Dann geht es ans Eingemachte. Die Beschuldigten müssen sich auf Schadenersatzklagen der Stadt Xanten einstellen. Erleichtert zeigte sich Thomas Görtz darüber, dass sich die Ermittlungen auf einige, wenige ehemalige DBX-Mitarbeiter beschränken.
Mit Schulungen aller 200 städtischen Bediensteten sollen solche Vorkommnisse künftig vermieden werden. Neu organisiert wird die Vergabe etwa von Hoch- und Tiefbauarbeiten. Hier kommt künftig ein externer Dienstleister zum Einsatz, ohne dass Verwaltung und Rat Entscheidungsbefugnisse verlieren. Ein Ehrenkodex soll auch in der Politik gelten.

Amphitheater Birten


Für dieses Jahr hat sich die Verwaltung hohe Ziele gesetzt. So soll die Marke Xanten für Bürger und Gäste weiterentwickelt werden. Ein Architekt wurde damit beauftragt das Amphitheater Birten aus dem "Dornröschenschlaf" zu holen. Vorausgesetzt die Politik gibt ihre Zustimmung, soll das dann vorliegende Konzept im nächsten Jahr umgesetzt werden.
Zuversichtlich zeigt sich der Bürgermeister, dass es in den Ortsteilen zum Ausbau mit schnellen Glasfaserleitungen kommen wird.
Die Sommermusik soll noch weiter gepusht werden. Hierfür würden noch Sponsoren gesucht. Zum zweiten Mal wird der Bürgermeister zu einem Unternehmerfrühstück einladen. Der Wirtschaftsförderung wird nach wie vor eine hohe Bedeutung zuerkannt, auch wenn der Wirtschaftsförderer der Stadt, Helmut Derksen, in diesem Jahr in den Ruhestand geht.
Ein wichtiges Augenmerk richtet der Bürgermeister auf die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Hier mahnt Thomas Görtz weitere finanzielle Unterstützung durch das Land NRW an.

Sozialer Wohnungsbau


Niklas Franke hat ein externes Büro damit beauftragt ein Handlungskonzept mit Blick auf den sozialen Wohnungsbau zu entwickeln. Bei der Suche nach geeigneten Standorten für Mehrfamilienhäuser möchte die Verwaltung "behutsam vorgehen, um keine sozialen Brennpunkte" zu schaffen.
Einblicke in die Arbeit von Verwaltung und Politik möchte künftig Bürgermeister Thomas Görtz den Xantener Schülerinnen und Schülern anbieten. Als gescheitert betrachtet die Verwaltung hingegen das Angebot zwei Jugendbeauftragte zu ernennen, die als Ansprechpartner für Jugendliche fungieren sollten. Das Angebot sei nicht nachgefragt worden, bedauert Thomas Görtz.

Viele Geburten


Zunächst einmal sehr positiv sieht die Verwaltung die Bevölkerungsentwicklung. Viele Geburten und viele Familien mit Kindern lassen die Zahlen überraschend nach oben schnellen. Problem dabei: der Schulentwicklungsplan ist nur noch Makulatur. Die Stadt investiert dank eines NRW-Förderprogramms viel Geld in die Erweiterung der St. Viktor-Grundschule und den Bau der Mensa der Gesamtschule.
Viel Arbeit steckt die Verwaltung auch darin die Funktionsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr nachzuweisen. Ein Berufsfeuerwehr sei für eine Kommune von der Größe Xantens nicht zu stemmen, so Bürgermeister Thomas Görtz.
Mit der Entwicklung von Bauland und dem Zustand der Wirtschaftswege befasst sich die Verwaltung ebenfalls in diesem Jahr. Auf dem Weg bringen möchte Niklas Franke auch ein Verkehrskonzept für die Innenstadt. Ehemalige Schulstandorte sollen neu überplant werden und auch dem Deichbau wird hohe Priorität eingeräumt.

Großbaustelle


Auf die Großbaustelle Heinrich-Lensing-Straße müssen sich die Xantener in diesem und im nächsten Jahr gefasst machen, so Harald Rodiek. Alle Kanäle und Leitungen würden an der Straße ausgetauscht. Zum Abschluss kommen die Arbeiten am Boxteler Radweg im Frühjahr. Die Eröffnung ist für den März geplant.
Auch der Wasserhaltung wird viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Blick auf den Starkregen im Juni 2016 werden Antworten auf die Fragen gesucht wie man sich gegen derartige Wassermassen von oben und von unten wappnen kann.
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