Kommt das große gelbe „M“ jetzt doch nach Xanten?

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Bauvoranfrage für Schnellrestaurant liegt vor

Stadt an Notarvertrag vom 22. Mai 2014 gebunden


Hatte sich die Sache mit dem Schnellrestaurant an der Ecke Gelderner -/ Rheinberger Straße erledigt, wird das Thema zumindest an anderer Stelle wieder aktuell; denn der Stadt Xanten liegt die Bauvoranfrage eines Investors zur Errichtung eines Schnellrestaurants auf dem Grundstück zwischen der HEM Tankstelle und der Tennisanlage an der Sonsbecker Straße vor. Der Rat der Stadt Xanten, die IGX (Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden Xantens) und unmittelbare Anwohner wurden hierüber vom Bürgermeister unterrichtet.
„Die Sache ist schnell vom Tisch“, werden die seinerzeit erfolgreichen Gegner dieser Art von Restaurant denken; aber so einfach wie damals ist es diesmal nicht. Der damalige Erfolg der Protestler basierte nämlich auf der Tatsache, dass es für den vorgesehenen Standort keinen Bebauungsplan gab, der die entsprechenden Grundstücke als Gewerbegebiet auswies. Der Protest richtete sich formal also nicht gegen das Restaurant selbst, sondern gegen die Ausweisung des dazu erforderlichen Gewerbegebietes; denn ein Schnellrestaurant gehört nicht zu den Betrieben, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen, beziehungsweise ohne besonderen Grund untersagt werden dürfen.
Das ist in diesem Falle freilich anders; denn das angefragte Grundstück befindet sich bereits mitten in einem solchen Gewerbegebiet und der Investor hat somit Anspruch auf Genehmigung seines Projektes.
Dass aus dem Jahr 2014, genau genommen vom 22. Mai, ein notarieller, noch vom damaligen Bürgermeister Strunk unterschriebener Vertrag existiert, welcher dem Investor für den Fall seines Interesses den Verkauf eines Grundstücks zusichert, wird es für die eventuellen Gegner des Projektes nicht leichter machen; denn auch hieraus ergibt sich die Verpflichtung der Stadt Xanten, sich an diese Vereinbarung zu halten.
Görtz geht das Thema ruhig an: „Ich bin nicht böse, wenn es kommt, kann aber auch ohne leben“. Auch Ludger Lemken von der IGX und Inhaber eines Fleischereibetriebes sieht die Angelegenheit locker. Was die anderen Mitglieder dazu sagen, wird sich bei der Versammlung im Oktober herausstellen.
Wird das große „M“ oder ein anderes Schnellrestaurant also doch noch nach Xanten kommen?

Wir bleiben am Ball.

Randolf Vastmans

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