Nach Bränden in Asylbewerber-Einrichtungen: Stadt Xanten hält an der Unterbringung fest

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Hier geschah der zweite Brand...Flüchtlingsunterkunft am Küvenkamp

Nachdem in der Nacht von Samstag zu Sonntag Unbekannte durch Verwendung eines Brandbeschleunigers ein Feuer im ehemaligen Förderzentrum, das momentan zur Unterkunft für Asylbewerber umgebaut wird, verursachten, wurden die Kriminalpolizei und der Staatsschutz eingeschaltet, da man von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgeht.

Durch die frühe Alarmierung der Feuerwehr, welche erst von einem Heizungsdefekt ausging; dann aber den Qualm bemerkte, der aus einem Raum im Erdgeschoss kam, konnte der angerichtete Schaden in Grenzen gehalten werden und wird mit ca. 4000 Euro beziffert. Die Täter waren durch ein aufgebrochenes Fenster eingestiegen und hatten das Feuer mit Hilfe eines so genannten Molotowcocktails gelegt. Von der Flasche, in der sich die brennbare Flüssigkeit befunden haben muss, wurden Splitter gefunden.

Bürgermeister Thomas Görtz betonte auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, dass sich durch die Reparaturarbeiten die Fertigstellung des Gebäudes und die Inbetriebnahme desselben als Asylbewerberunterkunft nicht verzögern und die Stadt Xanten an der Verwendungszweck des Gebäudes festhalten werde.

Bis dato galt, so Görtz, die Unterbringung von Flüchtlingen in Xanten auch aus polizeilicher Sicht als unproblematisch, da die hiesige Bevölkerung der Sache gegenüber im Allgemeinen positiv eingestellt ist, zumal die Qualität der Unterkünfte einen relativ hohen Standard aufweise. Deswegen hielt man auch nichts davon, diese ghettoartig mit Sicherheitszaun usw. zu gestalten. Nach dem Brandanschlag sei man nun gezwungen, über geeignete Sicherheitsmaßnahmen nachzudenken.

Das Feuer, welches in der darauf folgenden Nacht in der bereits seit längerem belegten Asylbewerber Unterkunft am Küvenkamp ausbrach, wurde, wie sich schnell herausstellte, durch zwei Bewohner mutwillig gelegt, indem sie die Wäsche in einer Waschmaschine anzündeten. Das Motiv der beiden ist noch unklar, sie wurden vorläufig festgenommen.

Nach der schnellen Alarmierung wurden die Bewohner, die teilweise aus dem Schlaf gerissen wurden, während der Löscharbeiten in einem Bus, der durch den ebenfalls herbeigerufenen Leiter des Ordnungsamtes, Tobias Fuß, von einem Xantener Busunternehmen organisiert wurde, untergebracht, so dass sie nicht den kühlen Nachttemperaturen ausgesetzt waren. Nachdem das feuergelöscht und das Gebäude belüftet war, konnten alle Bewohner, denen der Schreck auch nachmittags noch in den Gliedern steckte, ihre Zimmer wieder aufsuchen.
Der hier entstandene Sachschaden wird auf ca. 20000 Euro geschätzt, weil der gesamte Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinen und Wäschetrocknern betroffen ist und saniert werden muss.

Bei beiden Bränden wurden Gott sei Dank keine Menschen ernstlich verletzt, nur ein Feuerwehrmann zog sich bei dem zweiten Brand eine leichte Rauchvergiftung zu.
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