Bönninghardter Trockenauskiesung verspricht den Anwohnern keine guten Aussichten
Der Blick in den Abgrund

Die Anlieger Ellen und Claus Rosemann, Lutz Friebel sowie die Fraktionsvorsitzenden Jörg Bannemann (SPD), Günter Helbig (CDU), Thomas Hommen (FDP) und Peter Nienhaus (Grüne) sind sich im Protest gegen die Trockenauskiesung einig.
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  • Die Anlieger Ellen und Claus Rosemann, Lutz Friebel sowie die Fraktionsvorsitzenden Jörg Bannemann (SPD), Günter Helbig (CDU), Thomas Hommen (FDP) und Peter Nienhaus (Grüne) sind sich im Protest gegen die Trockenauskiesung einig.
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"Vergessen Sie die Farben, wir sind uns in dieser Angelegenheit im Gemeinderat einig", so Peter Nienhaus, Fraktionssprecher der Alpener Grünen mit Blick auf eine mögliche Auskiesung auf der Bönninghardt.

Alpen-Bönninghardt. Die Fraktionschefs der CDU, Günter Helbig, SPD, Jörg Bannemann und FDP, Thomas Hommen nicken zustimmend. Sie eint die Ablehnung der Trockenauskiesung auf der Bönninghardt. Entschiedenen Widerstand leisten auch Ellen und Claus Rosemann sowie Lutz Friebel. Die ganze Nachbarschaft der Straße Am Flughafen steht geschlossen gegen das Vorhaben. Das ist nur allzu verständlich. Denn wenn die Auskiesung wirklich kommen sollte, sieht die Gegend hinterher aus, wie eine Mondlandschaft. In der Erde klafft ein tiefer Krater, der sich kreisförmig um die sieben Häuser der Nachbarschaft zieht.
Wo jetzt noch ein freier Blick auf grüne Wiesen und Felder möglich ist, blickt man dann nur noch in einen Abgrund.

Bedrohte Natur

Aber nicht nur die Anlieger haben ein großes Problem mit den Plänen des Regionalverbandes (RVR). Auch die Gemeindevertreter befürchten eine negative Entwicklung. Der Tourismus sei dann tot, meint etwa Peter Nienhaus. Die Landwirtschaft werde wieder dringend benötigte Flächen verlieren und die Einfahrt in die Bönninghardt werde durch das riesige Loch verschandelt.
Einen weiteren Aspekt führt Lutz Friebel an: "Wir haben hier in Bönninghardt eines der größten zusammenhängenden Kastanienbaumgebiete in Deutschland. Das ist durch die Auskiesung in seinem Bestand bedroht. Rehwild und Rebhühner, die sich hier noch heimisch fühlen, werden dann wohl auf Nimmerwiedersehen verschwinden."
"Die 16 Hektar, die jetzt zur Debatte stehen, sind nur der Auftakt", befürchtet Claus Rosemann. Jörg Bannemann sieht das auch so und fordert: "Wehret den Anfängen!".

Eine Landesaufgabe

Günter Helbig erklärt, dass derartige Pläne als Landesaufgabe betrachtet werden müssten. Im Regionalverband, dem er selber angehört, säßen 51 Mitglieder. Hiervon seien neun aus dem Kreis Wesel. Wenn das Thema "Kiesabbau" zur Sprache käme, stießen seine Ausführungen oft auf Unverständnis. Thomas Hommen möchte dem RVR "die Zähne zeigen". Auf allen Ebenen will er die Funktionsträger seiner Partei aktivieren und gegen das Vorhaben in Stellung bringen.
"Unser Dorf steht zusammen", berichtet Ellen Rosemann. Innerhalb kürzester Zeit wurden 600 Unterschriften für eine Petition gegen die Abgrabung an den RVR gesammelt. Bei einer ersten Informationsveranstaltung platzte der Saal aus allen Nähten. Die Protestbewegung organisiert sich. Die Lenkungsgruppe lädt alle Menschen, die gegen die Zerstörung der Landschaft sind, am Donnerstag, 27. Dezember um 16.30 Uhr zu einem Fackelzug mit Mahnwache ein.

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Lokalkompass Xanten aus Xanten

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