Amtliche Betreuung von Senioren- Vormundschaftsgerichte

Unlängst las ich in einem Blog den verzweifelten Hilferuf einer Dame, die für ihren 85-jährigen Vater eine amtliche Betreuung erwirken wollte, da dieser nicht mehr in der Lage sei,seine persönlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten selber zu regeln.
Dazu ist zu sagen: Die amtliche Betreuung ist an sich eine gute Idee. Es soll verhindert werden,daß eine Person ihr Geld mit vollen Händen ausgibt und dann eventuell dem Staat zu Last fällt, sofern keine Angehörigen vorhanden sind.
Die Schattenseite ist leider,daß es im Fall der Fälle passieren kann, daß Amtsärzte Gutachten über eine Demenzerkrankung des Betroffenen erstellen und ein eventuell vorhandenes Vermögen dann unter die Kontrolle des Vormundschaftsgerichts fällt.
Dann geht es für den Betroffenen richtig los,denn er muß seinem Betreuer jede noch so kleine Ausgabe rechtfertigen, und sei es die Eiskugel im Eiscafe.
Das gesamte,eventuell vorhandene Vermögen wird unter die Kontrolle des Vormundschaftsgerichts gebracht.
Wöchentliche und monatliche Berichte über die Einnahmen und Ausgaben sind dann zu erstellen.
Gegengutachten sind teuer und zumeist haben sie vor den Gerichten keinen Bestand gegen das Gutachten eines Amtsarztes.
Mein Rat an alle Senioren: Erstellen Sie zeitig ein notariell beglaubigtes Testament,der Notar ist verpflichtet,sich über Ihre Handlungsfähigkeit zu informieren und diese zu bestätigen.
Lassen Sie regelmäßig einen Notar oder Rechtsanwalt Ihres Vertrauens dieses Testament nach Ihren Wünschen überprüfen.
Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über diese Dinge.
Ist das Vermögen erst einmal unter der Kontrolle des Vormundschaftsgerichts, können Ihre Erben oft jahrelang darauf warten, bis Ihr Geld wieder frei wird.
Oder verschenken Sie rechtzeitig zu Lebzeiten Ihr Vermögen an Ihre Erben, einem nackten Mann oder Frau kann man nicht mehr in die Tasche greifen, denn der amtliche Betreuer arbeitet selbstverständlich nicht umsonst!
Wieder einmal ein schönes Beispiel,wie der Staat in unser Privatleben eingreift,obschon der Betroffene nicht mittellos ist,wird vorsorglich sein Vermögen konfisziert,um ihn vor Schlimmerem zu bewahren.
Aber auch hier wird wieder darauf spekuliert,daß viele Menschen sich scheuen,sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen und rechtzeitg ihre Angelegenheiten zu regeln.

Autor:

Katja Pütz aus Alpen

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