Karneval
Politik bekommt ihr Fett weg: Blau-Weiß Neheim eröffnet Session

Eröffneten bei der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim die Session 2018/19: Nina Werner, der Bacchus alias Achim Benke, Walli I., Dieter I., und Präsidentin Gertrud Franke (v.l.).
  • Eröffneten bei der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim die Session 2018/19: Nina Werner, der Bacchus alias Achim Benke, Walli I., Dieter I., und Präsidentin Gertrud Franke (v.l.).
  • Foto: Peter Benedickt
  • hochgeladen von Diana Ranke

Die lange Wartezeit hat ein Ende, am Sonntag eröffnete die Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiß Neheim“ die neue Session.
 Die Verantwortlichen hatten in den Fresekenhof geladen. Besonders auf die Ankunft des „Bacchus“ waren die Karnevalisten gespannt. Und pünktlich um 11.11 Uhr war es dann soweit und die Symbolfigur entstieg den Fluten der Ruhr. Natürlich hatte er auch wieder seine ganz eigene, immer kritische, aber auch humorvolle Betrachtung des politischen Geschehens im Schatten des Sauerländer Doms mitgebracht.

Bacchus hatte wieder das Ohr an der Wand

Und so war es kein Wunder, dass alle Gäste ganz gespannt auf den Auftritt des Weingottes warteten. Zieht er etwa jemanden selbst Ernanntes aus den selbst ernannten höheren Sphären, oder zeigt er sich gnädig? Und Bacchus enttäuschte wieder einmal nicht. Zwar war es seinen Worten zu entnehmen, dass es an der politischen Front in der Regierungsstadt sehr ruhig sei. „Kein Wunder“, hatte er sofort eine Erklärung. „Hatte es doch im Rathaus im Februar ein kleines Erdbeben gegeben.“ Der erwartete Thronfolger vom scheidenden Bürgermeister Hans-Josef Vogel, der sich in das hohe Nest des Regierungspräsidenten davon machte, wurde von der Bevölkerung nicht anerkannt. „Der Nimbus der Schwarzen war gebrochen“, staunte der Weingott. „Ein neuer Aufstrebender aus dem roten Lager übernahm die Herrschaft über die Stadt.“

"Da hingegangen, wo es weh tut"

Woran es gelegen hat? Natürlich wusste die göttliche Erscheinung die Antwort: „Der gute Streifenpolizist ist da hingegangen, wo es weh tut.“ Er mischte sich unter das Volk und sprach mit allen, egal ob Schwarz, Rot oder Grün. „Das ist das Geheimnis, er ging eben dahin, wo Streifenpolizisten jeden Tag hingehen“, musste der Redner in der Erinnerung heute noch lächeln.
Auch die erste große Erkenntnis des neuen Bürgermeisters hat Bacchus bemerkt: „Er setzte die rosarote Brille ab, nahm eine Sonnenbrille und erkannte, es kann doch nicht sein, dass seit fünf Jahren kein Cent von den Stadtwerken ins Stadtsäckel wanderte.“ Also hieß es: „Bitte Chef, geh.“
Die Eisfläche beim Weihnachtsmarkt nahm er aufs Korn. Ein Event, welches schon mal zu einer innovativen Stadt gehört. Aber die nun nicht mehr kommen wird. Weil sie unter fadenscheinigen Gründen verhindert wurde.

Auch "göttliche" Vorschläge

Aber Bacchus kritisiert nicht nur, er macht auch Vorschlage. Etwa an die Grünen, damit die Partei vielleicht mal einen Klimaschutzpreis bekommt. Einfach auf einen Verkehrskreisel in Alt-Arnsberg ein paar Bäume gepflanzt und Fledermaus-Nistkästen hineingehangen, dann klappt´s auch mit dem Preis.

"Schluss mit `Fake-News´"

„Jetzt aber Schluss mit den Fake-News“, erinnerte Bacchus an den Grund seines Besuches im Fresekenhof. „Wir wollen voller Freude und mit viel Vergnügen in die neue Session starten und dies mit einem dreifachen Westfalen Helau, Möppel wau-wau.“
Anschließend lud das Präsidium der Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiß Neheim“ mit Präsidentin Gertrud Franke und ihrer Stellvertreterin Nina Werner an der Spitze zum Empfang in das altehrwürdige Gebäude ein.                peb

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