Ehrenamt mit dem richtigen "ASS" im Ärmel

Petra Vorwerk-Rosendahl mit den ersten Aktiven vom ASS: Klaus Straubinger, Dieter Czarnecki, Hans-Peter Müller, Jürgen Kaiser, Paul-Achim Brinkmann und Joachim Hohendorf.  Foto: Albrecht
  • Petra Vorwerk-Rosendahl mit den ersten Aktiven vom ASS: Klaus Straubinger, Dieter Czarnecki, Hans-Peter Müller, Jürgen Kaiser, Paul-Achim Brinkmann und Joachim Hohendorf. Foto: Albrecht
  • hochgeladen von Frank Albrecht

Nein, Klempnern oder Anstreichen wollen sie nicht. Aber helfen, da wo die Handwerker nicht mehr hinkommen, das ist es, was den ersten Aktiven vom Arnsberger Senioren Service „ASS“ vorschwebt. Die ehrenamtliche Initiative hat in Arnsberg ihre Arbeit aufgenommen.
„Noch nie hat es zu einem Projektstart eine so große Zahl von Interessierten gegeben“, stellte Petra Vorwerk-Rosendahl jetzt vor. Der Arnsberger Senioren Service, abgekürzt „ASS“, ist schon allein deshalb etwas Besonderes. Derzeit sind es nur Männer im (Vor-)Ruhestand, die mit ihrer Freizeit etwas Sinnvolles anfangen wollen.
„Die Hilfen sollen sich beim ASS auf verschiedene Bereiche erstrecken“, erklärte Vorwerk-Rosendahl von der Engagementförderung der Stadt Arnsberg. Formularhilfe, technische Hilfen und persönliche Hilfe sind ab sofort die Kerngebiete, in denen die Ehrenamtlichen zur Tat schreiten wollen. Großen Wert legt man natürlich darauf, dass der ASS mit der ehrenamtlichen Hilfe für Senioren in der Stadt dem Handwerk keine Konkurrenz machen will.
„Wir kommen, wenn es einfache Arbeiten gibt, die aber für Ältere noch zu schwer sind“, beschreibt der Koordinator vom ASS, Paul-Achim Brinkmann. Das kann im Bereich der technischen Hilfe die verklemmte Schublade oder auch die kaputte Glühbirne sein, die es zu richten oder auszutauschen gilt.
„Wichtig ist aber die persönliche Hilfe, die gegeben wird“, so Vorwerk-Rosendahl. Eine Begleitung zum Arzt oder ins Krankenhaus ist durchaus denkbar und steht auch auf der Angebotsliste vom ASS. Ganz allgemein solle sich die Hilfe vor allem an ältere Menschen in der Stadt richten, die hier ohne eine enge Anbindung an die Familie noch in der eigenen Wohnung leben.
„Das Angebot muss aber nicht auf Arnsberg begrenzt bleiben“, so Brinkmann. Schon jetzt würde man Kontakte zum Seniorenbeirat in Sundern knüpfen, und auch der Bereich Ense wäre durchaus denkbar. Alles, so Brinkmann, hängt irgendwie von der Zahl der Ehrenamtlichen ab. Hier ist man natürlich noch weiter auf der Suche nach Mitstreitern, die möglichst aus allen Stadtteilen kommen sollten.
„Wir wollen die kurzen Wege nutzen“, so Vorwerk-Rosendahl, schließlich wolle man das ehrenamtliche Angebot so kostengünstig für die Helfer halten wie möglich. Die können deshalb auch über das Internet ihre Hilfsdienste abstimmen. Eine spezielle Software für die Helfer vom ASS soll´s möglich machen.
Und warum die Mühe? „Wir wollen die Hilfe gerne wieder zurückgeben“, erklärte es Dieter Czarnecki aus Sundern. Und für Paul-Anton Brinkmann ist es auch ein Stück weit Erinnerung an den achtstündigen Arbeitsalltag...

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