Zusätzliche Ausrüstung mit Mund- und Nasenschutz
Arnsberg: Feuerwehr-Einsätze in Zeiten von Corona

Immer wird auf Sicherheit geachtet: Die Maske ist seit Beginn der Corona-Maßnahmen ständiger Begleiter der Arnsberger Feuerwehrleute.
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  • Immer wird auf Sicherheit geachtet: Die Maske ist seit Beginn der Corona-Maßnahmen ständiger Begleiter der Arnsberger Feuerwehrleute.
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Corona überall: Auch die Feuerwehren sind davon betroffen. Denn wenn sich hier nur eine einzige Person ansteckt, hat das Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der Truppe.

Mark Schroller von der Pressestelle der Arnsberger Lebensretter kann beruhigen: „Bei Einsätzen und Übungsdiensten gelten die jeweiligen Vorgaben der Coronaschutzverordnung, der Feuerwehrverbände und der Unfallkasse NRW.“ So werden Zusammenkünfte auf ein Mindestmaß zurückgefahren, die Tätigkeiten beschränken sich auf Einsätze sowie dringende Maßnahmen wie Geräte- und Fahrzeugwartung. Außerdem: „Es wird immer darauf geachtet, dass der Abstand untereinander und zu anderen Personen einzuhalten ist. Zusätzlich wurden alle Mitglieder mit textilen Mund- und Nasenmasken ausgestattet, zu tragen während des Einsatzes und der Fahrt.“
Bei Kontakt mit Verdachtspersonen gilt größte Vorsicht: Die Einsatzkräfte haben entsprechende Schutzmasken, und die Anzahl der Helfer in direkter Berührung ist auf das Mindestmaß eingeschränkt.

Gefahr ist jederzeit präsent

Der Pressesprecher weiß jedoch, dass die Gefahr einer Ansteckung mit Covid 19 jederzeit gegeben ist: „Es tritt zwar eine Routine beim Tragen der Maske und dem Einhalten des Abstandes ein. Aber alle Einsatzkräfte halten sich an die Vorgaben und gehen mit größtem Respekt in den Einsatz.“ Derzeit wird erarbeitet, in welcher Form und mit welchen Vorsichtsmaßnahmen der Übungs- und Lehrgangsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Einzelne Verdachtsfälle

Natürlich ist die Feuerwehr Arnsberg mit rund 500 aktiven Männern und Frauen, zusätzlich leisten rund 40 Hauptamtliche ihren Dienst, keine Insel der Glückseligkeit. „Es gab einzelne Verdachtsfälle. Alle Personen und Kontaktpersonen wurden, zusätzlich zu den Maßnahmen des Gesundheitsamtes, bis zum negativen Ergebnis vom Einsatzdienst freigestellt“, bestätigt Schroller. So kann der Bürger sicher sein, dass alles Erdenkliche getan wird, auch im Schadensfall Hilfe zu bekommen.
Ein zweites Problem taucht oft in den Medien auf: Aggressivität oder Behinderungen durch Schaulustige. Hier gibt Mark Schroller Entwarnung: „Vereinzelt gibt es uneinsichtige Bürger, nach einer ordentlichen Ansprache und Erläuterung der Maßnahmen können sie in der Regel besänftigt werden.“

60 Einsatzfahrzeuge in Arnsberg

Die Arnsberger sind eine freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften, die aus sechs Basislöschzügen (BLZ1 Neheim/Voßwinkel, BLZ2 Arnsberg/Breitenbruch/Wennigloh, BLZ3 Oeventrop/Rumbeck, BLZ4 Herdringen/Holzen, BLZ5 Hüsten/Herdringen, BLZ6 Bruchhausen/ Niedereimer) und zwei Standorten der hauptamtlichen Kräfte in Arnsberg und Neheim besteht. Zusätzlich gibt es am Standort Arnsberg die Sondereinheit Fernmeldedienst. Die Ausrüstung richtet sich nach dem gültigen Brandschutzbedarfsplanes, die Stadt Arnsberg verfügt über insgesamt 60 Einsatzfahrzeuge. Am Standort Neheim/Voßwinkel werden in Zusammenarbeit mit dem Kreis Spezialfahrzeuge zur Bekämpfung von ABC-Gefahren vorgehalten. Stadtweit unterhält die Feuerwehr einen eigenen Fernmeldedienst, welcher kreisweit tätig ist.

Jugendarbeit ist wichtiger Bestandteil

Damit die Einsatzbereitschaft auch bei Großereignissen („Friederike“ am 18. Januar 2018 mit stadtweit rund 250 Einsatzkräften, oder „Kyrill“ am 18. Januar 2007 mit großen Personalbedarf und einem enormen Zerstörungs-Ausmaß) gesichert bleibt, ist die Jugendarbeit ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit, da sich hieraus ein Großteil der aktiven Kameraden generiert. In jedem Basislöschzug gibt es eine Nachwuchseinheit, stadtweit mit derzeit rund 200 Mitgliedern. In der Regel finden die Übungseinheiten zwei Mal wöchentlich statt. Die Gesamtleitung liegt bei Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Karla. Nicht vergessen werden darf die Kinderfeuerwehr mit mehr als 180 Mitgliedern. Somit gibt es in Arnsberg die zweitgrößte Kinderfeuerwehr NRWs. Die Gruppenstunden finden einmal pro Monat statt. Geleitet wird die Kinderfeuerwehr durch Stadtkinderfeuerwehrwart Marcus Kreidt.

875 Einsätze in 2019

Auch in Zukunft werden ähnliche hohe Einsatzzahlen wie 2019 (875 Einsätze, Schwerpunkte: Unwettereinsätze und Unterstützung des Rettungsdienstes mit Türöffnung, Tragehilfe, etc.) erwartet, und da möchte die Feuerwehr Arnsberg bereit sein. Vorbeugung ist wichtig: Zum Beispiel mit der Brandschutzerziehung in Kindergärten und einem Einblick in die Tätigkeiten. Einzelne Einheiten präsentieren ihre Arbeit außerdem bei verschiedenen Anlässen wie Stadt- und Dorffesten oder bei Tagen der offenen Tür. Tritt ein Schadensfall ein, gibt’s für Kinder im Bereich des Rettungsdienstes schon mal einen Teddy zum Trost.

Gerätehäuser auf dem neuesten Stand

Die Unterstützung der Feuerwehr geschieht auf vielfältige Weise, nicht nur, dass ein Fuhrpark mit modernen Gerätschaften vorhanden ist, auch die Gerätehäuser werden auf den neuesten Stand gebracht. Beispiele sind hier der Neubau in Arnsberg und die Sanierung in Breitenbruch sowie die Erweiterungen in Herdringen und Müschede. Ein Dank gilt den Unternehmen, die zum einen ihre Mitarbeiter für Einsätze und Lehrgänge freistellen, zum anderen ihre Objekte für Übungen zur Verfügung stellen.

Immer wird auf Sicherheit geachtet: Die Maske ist seit Beginn der Corona-Maßnahmen ständiger Begleiter der Arnsberger Feuerwehrleute.
Kurze Pause. Und auch da zählt: Die Maske muss sein.
Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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