Bauforscher aus ganz Deutschland treffen sich in Bruchhausen
"Wir arbeiten vom Keller bis zum Dach"

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) trafen sich jetzt Bauforscher aus allen Bundesländern in der Rodentelgenkapelle in Bruchhausen.
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Bauforscher aus allen Bundesländern trafen sich jetzt zum Frühjahrsmeeting in der Rodentelgenkapelle in Bruchhausen. "Arnsberg hat einiges zu bieten", erklärte Dr. Michael Huyer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Daher gehörten die Prämonstratenserkloster Wedinghausen und Oelinghausen sowie die Rodentelgenkapelle auch zu den Schwerpunktthemen.
Diesmal ging es um bestimmte Bautypen: Die Gebäude werden als "materialisierte Quellen" betrachtet, die erforscht werden können, wie Huyer erklärte. "Schriftquellen verschweigen manchmal einiges, was anhand von Bauwerken entdeckt werden kann."

"Ein bisschen wie Detektivarbeit"

Deshalb sei es wichtig, die Gebäude aufzunehmen anhand von Zeichnungen, Fotos und Texten - schon allein, damit bei einem möglichen Umbau nichts Wichtiges zerstört wird. "Wenn ich in einem Plan eine schiefe Mauer sehe, werde ich schon nervös", beschrieb Bauforscher Peter Barthold seine Leidenschaft für den Beruf. "Dann frage ich mich direkt: Warum ist das so?"

"Es lohnt sich immer, genau hinzuschauen"

"Die Gebäude sind quasi das Archiv", erklärte Huyer. "Wir arbeiten vom Keller bis zum Dach - uns interessieren alle Aspekte." Die Aufgabe sei es dann, die einzelnen Puzzlestücke so zusammen zu setzen, dass sich ein vollständiges Bild ergibt - "das hat manchmal schon etwas von Detektivarbeit" - und die neuen Erkenntnisse auszuwerten. "Es lohnt sich immer, genau hinzuschauen."

Heute andere Fragestellungen

Bei den zweimal jährlich stattfindenden Treffen der Bauforscher werden verschiedene Befunde aus den Bundesländern vorgestellt und diskutiert. Der Austausch sowie die Diskussion neuer Methoden und Erkenntnisse stehen dabei im Vordergrund. "Es gibt einen rasanten technischen Fortschritt in diesem Bereich", machte die Sprecherin der Arbeitsgruppe Astrid Oppermann vom Landesamt für Denkmalschutz Marburg deutlich. Der Austausch sei wichtig, um bundesweit auf dem gleichen Stand zu sein. Zudem würden heute andere Fragen gestellt als noch vor 20 Jahren, "und in 20 Jahren werden wieder andere Fragen gestellt. Auch deswegen ist es wichtig, die Originale zu erhalten", betonte Huyer.

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) trafen sich jetzt Bauforscher aus allen Bundesländern in der Rodentelgenkapelle in Bruchhausen.
V.l.: Michael Huyer (LWL), Peter Barthold (LWL), Astrid Oppermann (Sprecherin Arbeitsgruppe, Amt für Denkmalschutz Marburg) und Edwin Müller (Förderverein Rodentelgenkapelle).

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