Mosaik-Kunst in der Grotte von Niki de Saint Phalle

Foto: Marita Gerwin
21Bilder

Ich bin begeistert von der Kreativität und dem Spiel mit Farben und Formen. Ich hatte die Chance, die Grotte von Niki de Saint Phalle zu besuchen. Ein Fest für die Sinne. Ich kann mich nicht satt sehen. Spiegelmosaiken entführen mich in eine Phantasiewelt. Beeindruckend schön.

Die Grotte war ursprünglich ein Teil der historischen Wasserspiele im Schloss Herrenhausen in Hannover. In dieser ursprünglichen Höhle waren sowohl Springwasserstrahlen als auch Brunnennischen angeordnet und mit Muschelschalen, Erzen und Kristallen ausgeschmückt. Die Dekorationen wurden aber schon vor über 250 Jahren entfernt. Davon inspiriert, gestaltete die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle die Grotte in ihrem typischen Stil modern um. Dies war ihr letztes Werk vor ihrem Tod 2002.

Ich bin begeistert.
Eine Fotogalerie zeigt meine Eindrücke.
Lassen Sie sich einfach nur inspirieren.
Viel Spaß wünsche ich Ihnen.

Die Biographie von Niki de Saint Phalle in Kurzform:

Sie wurde in einem Pariser Vorort geboren, wuchs aber hauptsächlich in den USA auf und wurde infolge ihrer Heirat mit Jean Tinguely im Jahr 1971 in der Schweiz eingebürgert. Von 1936 bis 1945 besuchte Niki de Saint Phalle die Klosterschule Sacré-Cœur in New York. Mit elf Jahren wurde sie von ihrem Vater sexuell missbraucht, ein Schock, der sie über eine spätere Therapie zur Kunst führte. Mit 18 Jahren heiratete sie heimlich ihren Jugendfreund Harry Mathews, 1951 und 1955 bekam sie ihre Kinder Laura und Philip. 1952 kehrte sie nach Paris zurück. 1953 entstanden ihre ersten Gemälde. Zunächst arbeitete sie als Aktionskünstlerin und machte ab 1956 mit ihren Schießbildern auf sich aufmerksam, dies waren Gipsreliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln, auf die sie während der Vernissage schoss.

Ab 1964 entstanden die ersten „Nanas“ Frauenfiguren mit betont üppigen und runden Formen - anfangs noch aus Draht und Textilien gefertigt. Schon bald wechselte sie jedoch ihre Technik und arbeitete vorwiegend mit Polyester, einem Material, das unter anderem bevorzugt im Bootsbau verwendet wird. 1965 entstand für die Peter Stuyvesant Zigarettenfabrik in Zevenaar die 2 Meter hohe Lili ou Tony.

1966 installierte sie auf Veranlassung des Direktors Pontus Hultén im Stockholmer Moderna Museet eine 29 Meter lange liegende Skulptur mit dem Namen Hon. Die Nanas sind mit reinbunten Farben gemalt worden.

1968 nahm Niki de Saint Phalle erstmals an einer Ausstellung des Museum of Modern Art in New York teil. Weitere Ausstellungen folgten 1969 in München und in Hannover sowie 1970 in Paris, 1971 in Amsterdam, Stockholm, Rom und New York. 1979 begann sie in der Toskana in Capalbio, südlich von Grosseto, mit dem Bau des Giardino dei Tarocchi. Dieser Garten des Tarot wurde 1998 für die Öffentlichkeit freigegeben. Noch bekannter ist der 1982 begonnene Bau des Strawinski-Brunnens in Paris vor dem Centre Pompidou, der von ihr zusammen mit Jean Tinguely gestaltet wurde.

Niki de Saint Phalle gehörte auch zu den Gründungsausstellern der Bundeskunsthalle in Bonn. Von Juni bis November 1992 stellte sie unter anderem auf dem dortigen Dachgarten über 20 zum Teil begehbare Großplastiken aus.[

1999 übernahm Niki de Saint Phalle den Auftrag zur Ausgestaltung der Grotten im Großen Garten in Hannover-Herrenhausen, die seit 2003 für Besucher offen stehen.

Sie starb am 21. Mai 2002 im Alter von 71 Jahren im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien in San Diego.

Quelle: Wikipedia

Autor:

Marita Gerwin aus Arnsberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

4 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.