Schautafeln erinnern an die Schrecken der NS-Zeit
AKD Niedereimer hält am Gedenken zum 75. Jahrestag des Kriegsendes fest

Mit mehreren Schautafeln möchte der Arbeitskreis für Dorfgeschichte und -entwicklung Niedereimer e.V. bis zum 17. Mai an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnern. Zu sehen sind die Tafeln im überdachten Bereich am Stephanushaus neben der Kirche (Foto: Ein Teil der Hitlerjugend Niedereimers vor dem ehemaligen Gasthof Schulte).
  • Mit mehreren Schautafeln möchte der Arbeitskreis für Dorfgeschichte und -entwicklung Niedereimer e.V. bis zum 17. Mai an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnern. Zu sehen sind die Tafeln im überdachten Bereich am Stephanushaus neben der Kirche (Foto: Ein Teil der Hitlerjugend Niedereimers vor dem ehemaligen Gasthof Schulte).
  • Foto: AKD Niedereimer
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Mit mehreren Schautafeln möchte der Arbeitskreis für Dorfgeschichte und -entwicklung Niedereimer e.V. bis zum 17. Mai an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnern. Zu sehen sind die Tafeln, trotz der Corona-Krise, im überdachten Bereich am Stephanushaus neben der Kirche.

Die Schautafeln spiegeln die Jahre zwischen 1933 und 1945, mit diversen ortsbezogenen Schwerpunkten, wider. Ebenso wird es in der Zeit täglich, als Gedenken an 75 Jahre Frieden und Freiheit in Europa, online die Vorstellung einer Schautafel und eines Zeitzeugentextes geben.

Corona macht ursprüngliche Planung zunichte

Eigentlich war für diesen Zeitraum die Ausstellung „75 Jahre danach – gerettete Geschichte(n) zu NS-Zeit, Krieg und Neubeginn“ mit vielen prominenten Gästen vorgesehen. Als Schirmherr der Veranstaltung hatte der frühere Vizekanzler und Parteivorsitzende Franz Müntefering zugesagt. Weitere Gäste am Eröffnungsabend wären unter anderem Bürgermeister Ralf Paul Bittner, Prof. Dr. Patrick Sensburg (MdB), Dr. Silke Eilers (Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes) und Kreisheimatpfleger Hans-Jürgen Friedrichs gewesen. In die Woche wären ebenfalls zwei Sonderveranstaltungen gefallen. Zum einen der Film- und Diskussionsabend sowie ein Schülerdialog am Franz-Stock-Gymnasium mit der Politikwissenschaftlerin und Buchautorin Katrin Himmler und zum anderen der Film „Noah“ ein Jugendfilmprojekt des Familienbüros der Stadt Arnsberg.

Ausstellung soll nachgeholt werden

Aufgrund der aktuellen Situation musste der AKD die komplette Ausstellung schweren Herzens  absagen bzw. verschieben - wobei der AKD-Vorstand nun einen neuen Termin im nächsten Jahr anpeilt. So soll die Ausstellung zum Kriegsende vom 7. bis zum 16. Mai 2021 in der Halle Friedrichshöhe nachgeholt werden, damit die viele Arbeit nicht umsonst war. Denn die heimischen Hobbyhistoriker unter Leitung des 1. Vorsitzenden und Ortsheimatpflegers Detlev Becker hatten in den vergangen zwei Jahren mit viel Herzblut bereits über 70 Zeitzeugen zu diversen Themen befragt. Diese Personen seien heutige Niedereimer Mitbürger, die aus dem früheren gesamten „Deutschen Reich“ kommen. Die Ergebnisse der Befragung, informative Texte und Auszüge aus Heimatbüchern sowie Schul- und Kirchenchroniken finden sich im neuen Heimatblatt „Der Ninivit“ wieder. Ebenso sind Fotos der zahlreichen Exponate aus der Zeit zwischen 1933 und 1950 in dem Heft zu sehen. Das neue Heimatblatt soll, je nach behördlichen Auflagen, nun im Herbst im Straßenverkauf angeboten werden.

"Outdoor-Präsentation"

Der AKD hat diesen außergewöhnlichen Schritt der „Outdoor-Präsentation“ der Schautafeln gewählt, weil der Schutz der Bevölkerung vor möglicher Ansteckung mit dem Corona-Virus oberste Priorität hat. Zudem herrschen derzeit noch die Kontaktsperre und das Versammlungsverbot. Bei gebotener Rücksichtnahme der Besucher sei jedoch auf der großräumigen Fläche die Abstandsregel einhaltbar. Der Arbeitskreis Dorfgeschichte, für den es bereits die vierte Ausstellung zum Thema Kriegsende gewesen wäre, hofft nun, dass sich einige Besucher am Stephanushaus einfinden. Auch würde sich der AKD über Rückmeldungen der Besucher freuen.

Autor:

Lokalkompass Arnsberg-Sundern aus Arnsberg

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