Unterstützung bei Impfung älterer Menschen
Stadt Arnsberg setzt sich für zweite Impfstelle ein

Die Stadt Arnsberg unterstützt ältere Menschen mit verschiedenen Angeboten rund um die Corona-Schutzimpfung und setzt sich für eine zweite Impfstelle ein.
  • Die Stadt Arnsberg unterstützt ältere Menschen mit verschiedenen Angeboten rund um die Corona-Schutzimpfung und setzt sich für eine zweite Impfstelle ein.
  • Foto: pixabay/Grafik Sikora
  • hochgeladen von Diana Ranke

Die Stadt Arnsberg unterstützt ältere Menschen mit verschiedenen Angeboten rund um die Corona-Schutzimpfung und setzt sich für eine zweite Impfstelle ein.

Am 27. Dezember 2020 ist die Impfung der Älteren in Nordrhein-Westfalen gestartet. Bisher wurden im Hochsauerlandkreis 4.735 Erstimpfungen und 1.149 Zweitimpfungen in stationären Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Im Januar ist zudem die nächste Stufe der Impfkampagne angelaufen. Der Hochsauerlandkreis (HSK) hat vom Land Nordrhein-Westfalen den Auftrag erhalten, eines von insgesamt 53 Impfzentren aufzubauen und zu verwalten. Dies ist durch den HSK mit Aufbau des Impfzentrums in Olsberg erfolgt. Der HSK hat daraufhin über 18.000 Menschen angeschrieben und zu Impfungen eingeladen. Mehr als ein Drittel dieser Menschen kommt aus dem Stadtgebiet Arnsberg – insgesamt über 6.200 Bürgerinnen und Bürger.

Terminvergabe nur über KVWL

Seit dem 25. Januar können Termine für die Impfung vereinbart werden, die dann ab dem 8. Februar startet. Die medizinische Verantwortung in den Impfzentren trägt die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL). Auch für die Terminvergabe ist die KVWL zuständig. Nur auf der Internetseite www.116117.de oder unter den kostenlosen Telefonnummer 0800 / 11611702 kann ein Impftermin bei der KVWL vergeben werden.Aktuell können Termine nur in der Anzahl vergeben werden, in welcher auch Impfstoff zur Verfügung steht. In den ersten acht Wochen können daher voraussichtlich insgesamt 8.700 Personen im Impfzentrum geimpft werden. 

Stadt Arnsberg setzt sich für zweite Impfstelle am Klinikum ein

Die Stadt Arnsberg hat sich intensiv dafür eingesetzt, dass eine zweite Impfstelle im Stadtgebiet Arnsberg eingerichtet wird. Dies mit Blick darauf, dass eine sehr hohe Anzahl der Betroffenen aus dem Stadtgebiet Arnsberg kommt, aber auch aufgrund der Entfernung zum Impfzentrum in Olsberg, welche ca. 40 km beträgt und für ältere Menschen daher oftmals nicht leicht zu bewerkstelligen ist.Zuletzt wurden von der Stadt Arnsberg sechs mögliche Standorte für eine weitere Impfstelle vorgeschlagen. Aktuell wurde nochmals ein Angebot an den HSK formuliert: Der Arnsberger Bürgermeister Ralf Paul Bittner hat gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Sundern Klaus-Rainer Willeke und der Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland, Werner Kemper, vorgeschlagen, das bestehende Impfzentrum des Klinikums als zweite Impfmöglichkeit vorzusehen.
Die Stadt Arnsberg hofft weiterhin, dass der Forderung nach einer örtlichen, nahen Impfmöglichkeit noch entsprochen wird. Da dies jedoch nicht verlässlich absehbar ist, stellt sich für viele Arnsbergerinnen  und Arnsberger aktuell die Frage, wie sie zum Impfzentrum in Olsberg kommen können. Dieser großen Sorge vieler Bürger sei sich die Stadt Arnsberg sehr bewusst.

Viele Anfragen und Vorschläge

Sie sei auch auf vielen Wegen an die Stadt herangetragen worden, teilte die Stadt mit. Zum einen durch die Betroffenen direkt, aber auch aus dem politischen Raum:Anfrage der Sauerländer Bürgerliste an den Bürgermeister, Schreiben des CDU Stadtverbandes an den Landrat Dr. Schneider und Minister Laumann mit der Bitte um Prüfung der Möglichkeit der dezentralen Impfung sowie die Vorschläge der FDP Fraktion zu einem mobilen Impfzentrum. In der vergangenen Woche hat sich der Stadtverband der SPD in Arnsberg ebenfalls an Dr. Schneider gewandt, mit der Bitte, der Kreis möge die Koordination von Hilfsangeboten für Fahrdienste zum Impfzentrum übernehmen. Zudem sei in diesem Schreiben auf die schwierige Anmeldesituation hingewiesen worden. Auch der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg ist bereits aktiv – sowohl durch eigene koordinierende Tätigkeiten als auch durch ein Schreiben an den Landrat mit der Bitte um Unterstützung.

Wir setzen uns weiterhin für eine Lösung in Arnsberg ein.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner betont: „Wir unterstützen die Arnsberger*innen, besonders die Älteren unserer Stadt, wo uns dies möglich ist! Auf den zur Verfügung stehenden Impfstoff haben wir jedoch keinen Einfluss – genauso wenig auf die Terminvergaben im Impfzentrum, welche durch die Kassenärztliche Vereinigung erfolgen. Das Impfzentrum wurde durch den HSK in Olsberg eingerichtet und wird auch durch diesen betrieben. Wir setzen uns weiterhin für eine Lösung in Arnsberg ein. Ob dies umgesetzt wird, ist aber noch ungewiss. Aus unserer Sicht sollte daher dringend eine Koordination von Fahrdiensten zum Impfzentrum zentral durch den HSK erfolgen - auch mit Blick auf die weiteren Städte und Gemeinden im Kreisgebiet.“

Maßnahmen und Information

Die Stadt Arnsberg wird natürlich durch begleitende Maßnahmen und Informationen unterstützen:

  • Das MAGS NRW empfiehlt allen über-80-Jährigen, die bettlägerig oder nicht mehr mobil sind, zu warten, bis die Impfmöglichkeit zu Hause bzw. beim Hausarzt besteht. Die Zulassung besser zu lagernder und zu transportierender Impfstoffe sei in absehbarer Zeit zu erwarten, die dann flächendeckend eingesetzt werden könnten.
  • Mobilitätseingeschränkte Menschen haben die Möglichkeit einer Beförderungs- und Transportkostenübernahme. Bei einer Beeinträchtigung der Mobilität (Merkzeichen aG, BL, H oder Pflegegrad 3 mit Mobilitätseinschränkung, Pflegegrade 4 und 5) ist die Krankenkasse für die Fahrt zum Impfzentrum nach § 92 Abs. 1 Satz 2 SGB V (Krankentransportrichtlinie) anzusprechen. Mit der Krankenkasse ist daher persönlich zu klären, ob die Voraussetzungen einer Kostenübernahme vorliegen.
  • Neben den Taxiunternehmen bieten auch Betreuungs- und Entlastungsdienste in Arnsberg Fahrten zum Impfzentrum an. Hier sollte persönlich Kontakt aufgenommen werden. Eine Übersicht der Angebote im Stadtgebiet Arnsberg wird aktuell durch die Fachstelle Zukunft Alter mit den potentiellen Anbietern zusammengestellt und auf der Homepage der Stadt Arnsberg zeitnah veröffentlicht.
  • Viele über 80-jährige, die nicht in der Mobilität eingeschränkt sind, haben Angehörige, Bekannte oder Nachbarn, welche unterstützen und die Fahrt nach Olsberg übernehmen. Dort wo dies möglich ist – mit bekannten, vertrauten Personen - wird empfohlen, dies auch wahrzunehmen.
  • Dort, wo eine persönliche Begleitung nicht erfolgt, auch nicht die finanziellen Möglichkeiten bestehen ein Taxi zu nehmen oder auf eigene Kosten auf unterstützende Anbieter zuzugehen, möchte die Stadt Arnsberg helfen. Die Stadt Arnsberg wird die Basis vor Ort schaffen - eine mögliche Koordination von Fahrdiensten aktiv unterstützen und flankierend begleiten.

Vor Ort in Arnsberg sind die Menschen miteinander verbunden, das ehrenamtliche Engagement wird in vielen Bereichen in Arnsberg aktiv gelebt. Die Engagementförderung Arnsberg spricht daher unter dem Stichwort „Von Arnsberger*innen für Arnsberger*innen- gemeinsam durch die Pandemie“ Menschen an, die bereit sind, mit ihrem privaten PKW ehrenamtlich die älteren Arnsberger*innen nach Olsberg zu fahren, die ansonsten keine Begleitung haben. Dabei sind selbstverständlich alle gesundheitlichen Schutzmaßnamen zu berücksichtigen und einzuhalten. Über Fragen rund um die Ver- und Absicherung des ehrenamtlichen Engagements informiert eine Information (Faltblatt) der Stadt Arnsberg.
Im Serviceportal der Stadt Arnsberg steht daher ab sofort ein Formular zur Verfügung in welchem Arnsberger*innen die Möglichkeit haben, diese Bereitschaft zu erklären, ihre Daten und die zeitlichen Möglichkeiten einzutragen. Auch telefonisch kann eine Kontaktaufnahme erfolgen unter der Corona-Hotline: 02932 / 201 - 1130. Die Mitarbeiter*innen des Servicetelefons nehmen hier gerne die Informationen an.

Jede Unterstützung zählt

  • Auch die Übernahme einer einzigen Fahrt hilft weiter und ist eine wichtige Hilfeleistung für die älteren Menschen, die alleine nicht zum Impfzentrum gelangen können. Neben den Bürgern, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren, sind natürlich auch Vereine, Verbände, Unternehmen und Institutionen angesprochen. In vielen Ortsteilen erfolgen bereits Appelle, sich gegenseitig zu unterstützen. Die Stadt hofft, dass sich diesen Aufforderungen in den Dörfern und Stadtteilen viele Menschen anschließen und gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe erfolgt.
  • Zudem soll in einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung des Humanitären Beirats in dieser Woche mit den Mitgliedern gemeinsam überlegt und organisiert werden, wie eine Unterstützung der älteren Generation kurzfristig bereitgestellt werden kann. Der Leiter des Fachbereiches Soziales, Jugend und Familie Michael John vertraut darauf, dass die Organisationen Ideen oder Ressourcen einbringen werden, die bei der Bewältigung der aufgeworfenen Fragen helfen können. Weitere Möglichkeiten koordiniert auch die Fachstelle Zukunft Alter – mit Unterstützung des Seniorenbeirates.
  • Auch Unternehmen sind bereits auf die Stadt zugekommen und haben ihre Unterstützung in unterschiedlichster Weise angeboten. So wurde z.B. ein finanzielles Sponsoring von Fahrten zum Impfzentrum in Aussicht gestellt. Die Stadt Arnsberg schafft damit eine Basis, auf welcher der HSK organisatorisch und koordinierend aufbauen könnte.
  • Unabhängig von den Fahrten zum Impfzentrum stellt bereits die Anmeldung zu einem Impftermin bei der zuständigen KVWL für viele Ältere eine große Herausforderung dar. Auch hier wird ein Unterstützungsangebot der Stadt Arnsberg eingerichtet. Durch die Engagementförderung wurden die bereits ehrenamtlich tätigen Seniortrainer angeschrieben und angefragt, ob durch sie eine Hilfestellung erfolgen kann. Diese muss natürlich ebenfalls unter den Bedingungen der Corona - Schutzmaßnahmen erfolgen. Sollten Bürger bei der Anmeldung Hilfe benötigen, sollten sie sich bitte direkt an die Engagementförderung Arnsberg wenden.

Die Stadt Arnsberg freut sich über weitere Ideen und Initiativen. Im Bürgermeisteramt stehen Isabel Bornemann von der Engagementförderung und Martin Polenz von der Fachstelle Zukunft Alter gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Stadt Arnsberg weist darauf hin, dass sie zur Unterstützung lediglich eine Vermittlungsplattform bieten kann. Aus der Nutzung können keinerlei Ansprüche gegen die Stadt Arnsberg hergeleitet werden. Seitens der Stadt Arnsberg entstehe somit keine Haftung bzw. eine Haftung durch sie könne nicht übernommen werden.

Infos rund um Corona-Testes und Quarantäne

  • Hotline des HSK: 02931 / 94-2202
  • Fragen zum Impfzentrum: Hotline des HSK: 02931 / 94-6500; Internetseite: https://impfzentrum.hochsauerlandkreis.de
  • Bei weiteren Fragen: Stadt Arnsberg, Corona-Hotline der Stadt Arnsberg: 02932 / 201 – 1130; E-mail: corona-auskunft@arnsberg.de; Internetseite: www.arnsberg.de
  • Hilfestellung bei der Anmeldung eines Impftermins: Engagementförderung Arnsberg, Tel. 02932 / 201 - 2284 (montags, dienstags und donnerstags 8 – 14 Uhr).
Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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