Erneuter überörtlicher Einsatz der Arnsberger Feuerwehr

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Einsatzkräfte aus Arnsberg helfen dieses Mal nach Unwetter in Münster

Arnsberg/Münster. Am 29. und am 30. Juli unterstützte die Arnsberger Feuerwehr erneut ihre Kameraden in NRW, um die Folgen eines weiteren Unwetters zu beseitigen, das zuvor über das Bundesland gezogen war. Diesmal hatte ein Gewitter-Komplex unter anderem die Stadt Münster ganz besonders hart getroffen und dort ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Als Teil der Bezirks-Feuerwehrbereitschaft 1, die sich aus Einheiten aus dem Hochsauerlandkreis sowie aus den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein zusammensetzt, fuhr auch ein Löschfahrzeug aus der Stadt Arnsberg mit seiner Mannschaft aus Bruchhausen, Niedereimer und Oeventrop ins Münsterland.

Bereitschaften treffen sich nahe des Instituts der Feuerwehr

Nach der Voralarmierung am 29. Juli gegen Uhr 14:00 wurde der Parkplatz Ruhrtal gegenüber Haus Füchten an der Autobahn 445 angefahren, welcher als Treffpunkt für den gesamten Zug aus dem Hochsauerlandkreis dient. Von dort aus setzte sich die Fahrzeug-Kolonne dann mit Sonderrechten in Bewegung Richtung Münster. Als Treffpunkt diente dort der Großraumparkplatz eines Discountmarktes in der Nähe des Institutes der Feuerwehr NRW. Dort wurde die Bereitschaft aus Südwestfalen zusammengestellt und wurde im weiteren Verlauf des Nachmittages durch eine weitere Bereitschaft aus Dortmund und dem Ennepe-Ruhr Kreis ergänzt. Nach dem Erhalt der Einsatzbefehle an der Feuerwache 2 der Berufsfeuerwehr Münster wurden die einzelnen Züge in das Zielgebiet geführt, wo es galt, die abzuarbeitenden Einsatzstellen anzufahren und eine erste Sichtung durch die Gruppenführer vorzunehmen.

Die ganze Nacht lang wurde mit allen Pumpen Wasser gepumpt

Die meisten Keller standen etwa einen halben Meter bis zwei Meter unter Wasser. Rund 25 gemeldete Einsatzadressen standen auf der Agenda der Arnsberger Einsatzkräfte. Es zeigte sich, dass gerade jüngere Einwohner den Älteren mit Rat und Tat zur Seite standen, die mit der Lage hoffnungslos überfordert waren. Die meisten Häuser waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Einige Einwohner kamen auf die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu, da Sie mit ihrem Notruf die Feuerwehr-Leitstelle nicht mehr erreichen konnten. Da diese Haushalte aber noch nicht in der Einsatzübersicht erfasst waren, konnte man hier leider nur eine zeitlich befristete Hilfe stellen, um die ursprünglichen Einsatzaufträge nicht zu vernachlässigen. Die noch nicht gemeldeten Einsatzstellen wurden später von anderen Feuerwehrkräften abgearbeitet. Die Dankbarkeit der Menschen war auch in Münster wieder überwältigend.

Es wurden die ganze Nacht ohne Pause Keller leer gepumpt. Dabei kamen sämtliche mitgeführten Pumpen zum Einsatz. Die Betriebsmittel für Fahrzeuge und Geräte wurden durch das Technische Hilfswerk bereitgestellt. Für Essen sowie warme und kalte Getränke sorgte eine Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes direkt an den Einsatzstellen. Gegen 06:00 Uhr morgens wurde der Einsatz der südwestfälischen Bereitschaft beendet, und es erfolgte eine Übergabe an eine neue Feuerwehr-Bereitschaft aus dem Regierungsbezirk Köln. Danach konnte die Heimreise im geschlossenen Verband angetreten werden. An dieser Stelle gilt es erneut, den Arbeitgebern der eingesetzten Feuerwehrangehörigen zu danken, welche innerhalb kürzester Zeit ihre Mitarbeiter für diesen ehrenamtlichen Dienst von der Arbeit freigestellt haben.

Wehrführer und Bürgermeister sprechen den Einsatzkräften ihren Dank aus

Wehrführer Bernd Löhr zeigte sich erneut stolz auf die effektive und schnelle Hilfe, die die Einsatzkräfte aus der Stadt Arnsberg in Münster geleistet haben: „Wir haben in kurzer Zeit erneut unter Beweis gestellt, dass wir im Verbund mit zahlreichen anderen Feuerwehren aus NRW bei schweren Schadensereignissen koordinierte und effektive Hilfe leisten können. Auf diese Leistung können die Einsatzkräfte, die in dem Schadensgebiet ihr Bestes gegeben haben, zu Recht stolz sein.“. Bürgermeister Hans-Josef Vogel übermittelte den Feuerwehrkräften seinen Dank und war ebenfalls beeindruckt von der steten Bereitschaft der Feuerwehrangehörigen, ihren Kameraden in anderen nordrhein-westfälischen Städten professionell und mit einer kurzen Vorbereitungszeit zur Seite zu stehen: „Ein solches Hilfeleistungssystem lässt uns trotz offenbar zunehmender schwerer Unwetterereignisse zuversichtlich in die Zukunft schauen und ruhig schlafen.“

Autor:

Peter Krämer aus Arnsberg

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