Großaufgebot der Feuerwehr übt in Müschede erfolgreich den Ernstfall

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Müschede. Die KFZ-Werkstatt Levermann an der Rönkhauser Straße in Müschede war am Samstag, den 13. Oktober ab 16:00 Uhr Schauplatz der Jahresübung des Basislöschzugs 5 Müschede/Hüsten der Feuerwehr der Stadt Arnsberg. Unterstützt wurden die Blauröcke von ihren Kameraden aus Wennigloh und Bruchhausen sowie vom Fernmeldedienst. Außerdem nahmen die Helfer des Ortsverbandes Neheim-Hüsten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit zwei Fahrzeugen an der Übung teil.

Es galt, ein anspruchsvolles Übungs-Szenario zu bewältigen: Bei Schweißarbeiten an einem auf einer Hebebühne stehenden Fahrzeug versagt die Hebebühne, und der Mitarbeiter wird unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Durch den noch eingeschalteten Schweißbrenner entsteht ein Brand an dem Fahrzeug, welcher sich schnell auf die gesamte Werkstatt ausbreitet. Der Werkstatt-Besitzer setzt sofort über die 112 einen Notruf ab und gibt an, dass sich noch mehrere Personen in der Werkstatt befinden.

Sofort werden die Feuerwehren aus Müschede, Hüsten, Wennigloh, der Schlauchwagen (SW2000) aus Bruchhausen, der Fernmeldedienst aus Arnsberg, die Elektrofachgruppe und der Rettungsdienst über Sirene bzw. Meldeempfänger durch die Rettungsleitstelle alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte dringt schwarzer Rauch aus dem Gebäude, und sofort gehen die ersten Wehrmänner unter Umluft unabhängigem Atemschutz in das Gebäude vor, um die vermissten Personen zu retten. Zeitgleich bauen mehrere Einsatzkräfte die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz auf. Da dieses jedoch nicht genügend Wasser hergibt, wird mit Hilfe des SW2000 aus Bruchhausen eine sogenannte Schlauchhochbrücke über die Bundesstraße 229 gebaut, um das von der Löschgruppe Wennigloh aus dem Hammergraben entnommene Wasser zum Übungsort zu transportieren. Diese Schlauchhochbrücke dient dazu, den Verkehr gefahrlos an der Einsatzstelle vorbeizuführen. Nachdem die verletzten Personen gerettet und dem durch das Deutschen Roten Kreuz gestellten Rettungsdienst übergeben sind, können sich die Einsatzkräfte ganz auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Hierbei werden nun unter anderem zwei sogenannte Riegelstellungen aufgebaut, um die Nachbargebäude vor den Wärmeeinwirkungen des angenommenen Brandes und einem eventuellen Übergreifen der Flammen zu schützen.

Ziel der Übung war zum einen die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehr-Einheiten und des Rettungsdienstes und zum anderen die Menschenrettung sowie das Aufbauen der Schlauchhochbrücke. Nach der Übung zogen der Übungsleiter Michael Wiesenthal sowie der Übungsbeobachter und stellv. Leiter der Arnsberger Feuerwehr Martin Känzler ein durchweg positives Fazit der Jahresübung. Die Übungsziele seien erreicht worden und die Kenntnis über die gegenseitigen Vorgehensweisen und Ausstattungen vertieft worden, was in einem realen Einsatzfall von großem Vorteil ist.

An der Übung nahmen seitens der Feuerwehr rund 60 und vom DRK Ortsverband Neheim-Hüsten 6 Einsatzkräfte teil. Die Feuerwehr in Müschede besteht derzeit aus 40 aktiven Feuerwehrangehörigen, 12 Kameraden in der Ehrenabteilung und 18 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr. Interessenten sind jederzeit willkommen.

Autor:

Peter Krämer aus Arnsberg

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