Wieder Schulausfall - Franz-Stockgymnasium sucht "die Normalität"

Ein Bild, das man am Franz-Stock-Gymnasium eigentlich nicht mehr sehen wollte - Polizei vor der Schule. Foto: Albrecht
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Hüsten. Nur eine Woche nach dem Brandanschlag auf das des G-Gebäude des Franz-Stock-Gynasiums in Hüsten ist man von der Normalität weiter entfernt als gehofft: Am gestrigen Freitag wurde der Schulunterricht für 1250 Schülerinnen und Schüler erneut abgesagt - einen entsprechenden Hinweis auf der Hompage des Gymnasiums gab es erst am späteren Abend.

„Am Donnerstagabend war ein Einbruchsalarm aus der Schule aufgelaufen“, erklärte gestern Ludger Rath, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, dem Wochen-Anzeiger. Daraufhin seien die normalen polizeilichen Maßnahmen angelaufen - die Schule wurde durchsucht, aber zum Glück nichts - und keiner! - gefunden.

„Wir gehen von einem Fehlalarm aus“, so Rath. Der hat in der verunsicherten Situation für weitere Sorge bei der Schulleitung geführt. Schulleiter Dr. Heinrich Blana sagte kurzfristig den Schulunterricht für Freitag ab. Eine Gefährdung für Personen, so die Polizei in einer weiteren Meldung von gestern, habe jedoch zu keinem Zeitpunkt vorgelegen.

Polizeibeamte

Polizeibeamte hatten am Freitag schon früh an der Schule Stellung bezogen - auch um noch Schüler vom Unterrichtsausfall zu informieren. Weitere Vorfälle gab es gestern an den beiden Gebäuden des Gymnasiums nicht. Dem (oder den) Täter(n) wolle man kein Erfolgserlebnis verschaffen, so Rath.

„Im Zusammenhang mit dem Alarm hat es aber viele Gerüchte in der Schülerschaft gegeben“, erklärte der Pressesprecher auf Anfrage. Keine dieser Vermutungen oder der absichtlich in Umlauf gebrachten Gerüchte entsprächen aber den Tatsachen, hieß es gestern in der Meldung der Polizei. Die beklagt, dass die bewusst verbreiteten Falschinformationen lediglich dem Zweck dienten, weitere Ängste zu schüren um unter Umständen so einen weiteren freien Tag zu bekommen. Über soziale Netzwerke waren Gerüchte und Meinungen verbreitet worden.

Störung des öffenltichen Friedens

„Wir müssen prüfen, ob diese Falschinformationen den Tatbestand der Störung des öffentlichen Friedens erfüllen“, erklärte Ludger Rath von der Polizei. Dann handelt es sich nämlich um einen Straftatsbestand, der auch entsprechen geahndet werden könne.

Schule und Polizei sehen sich derweil in einer schwierigen Situation. Eigentlich hatte schon zum gestrigen Freitag ein Stück „Normalität“ einkehren sollen. Die Polizei hatte Vorkehrungen für den Unterricht getroffen und ein Sicherheitsdienst war trotz Ausfall auch gestern an der Schule präsent.
„Der Unterricht wird auf jeden Fall nachgeholt“, war eine der wenigen Aussagen von Schulleiter Dr. Blana zum WA. Man arbeite mit Hochdruck daran, den Raum-Ausfall im G-Gebäude mit der Nutzung von Plätzen unter anderem am Berufskolleg Berliner Platz auszugleichen.

200.000 Euro Schaden

An der Schule (G-Gebäude) war vor einer Woche durch den Brand ein Sachschaden von 200.000 Euro verursacht worden. Bis zum Freitag nächster Woche soll untersucht sein, ob und wie hoch eine Schadstoffbelastung im betroffenen Schulteil sei. Dann, so hofft auch Schulleiter Dr. Blana mit seinen Kollegen, wolle man mit dem Unterricht im betroffenen Gebäudeteil wenigstens zum Teil wieder loslegen. Klausuren und Abiturvorbereitungen sind schon angelaufen. Weiterhin informiert die Schule stets aktuell auf ihrer Schul-Hompage. Unter „www.fsg-arnsberg.de“ sollten sich Eltern und Schüler informieren.

Autor:

Frank Albrecht aus Arnsberg

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