Erinnerung an Brudermord und Schenkung
Thankgrim-Denkmal in Hüsten: Crowdfunding noch bis zum 18. Juni

Der Verein "Thankgrim-Denkmal" wurde am 31.Oktober 2018 gegründet.
  • Der Verein "Thankgrim-Denkmal" wurde am 31.Oktober 2018 gegründet.
  • Foto: Foto: Verein/ M. Voss-Hageleit
  • hochgeladen von Diana Ranke

Insgesamt 80.000 Euro sind nötig - dann könnte ein Thankgrim-Denkmal in Hüsten erreicht werden. Denn dass Thankgrim eine "ehrenvolle und nachhaltige Würdigung verdient hat", steht für die Mitglieder des Vereins "Thankgrim-Denkmal" außer Frage. Noch bis zum 18. Juni läuft ein Crowdfunding.
Mit dem Denkmal will der im Oktober gegründete Verein Thankgrim-Denkmal an ein denkwürdiges Ereignis erinnern: Einen Brudermord und eine damit verbundene Schenkung, deren Konsequenzen bis heute spürbar sind. Die Kurzfassung: Im Jahr 802 Wird Bosoko, der Sohn des Landwirtes Thankgrim, von Brunico erschlagen. Ein Gerichts-Prozess ("Thing") findet in Hüsten ("Hustenne") statt. Brunico wird verurteilt und muss seinen gesamten Besitz an die Thankgrim übergeben. Thankgrim wiederum überträgt mit einer Schenkungsurkunde vom 13. Januar 802 diesen Besitz an Abt Luidger und damit an die katholische Kirche.

Schenkung mit weit reichenden Konsequenzen

Damit erhielt "Hustene" die wirtschaftliche Grundlage für eine Pfarrstelle und den Bau einer kleinen Kirche - einer der ersten im Sauerland. Für den Verein Thankgrim-Denkmal ist die Schenkung ein "kulturhistorischer Glanzpunkt", weil sie Hüsten und Umgebung über Jahrhunderte geprägt hat. "Diese Geschichte ist es wert, in Erinnerung gebracht zu werden", erklärt Maria Voss-Hageleit die Beweggründe. Zusammen mit dem Hüstener Manfred Schellberg, der schon lange zu dem Thema recherchiert, hat sie Ende Oktober den Verein "Thankgrim-Denkmal" gegründet.

Denkmal anders als Vereins-Logo

Wie das Denkmal endgültig aussehen soll, steht noch nicht fest. Wünschenswert sei eine Drei-Personen-Gruppe aus Bronze. "Das Denkmal soll aber nicht so aussehen wie das Logo", betont die Vereinsvorsitzende. Denn das zeigt den ermordeten Bosoko am Boden liegend. Im Juli steht ein Treffen mit dem Künstler Boris Sprenger aus Brilon an, dessen Vater unter anderem auch die Figur des "Butterbettchens" am Arnsberger Gutenbergplatz entwarf. Auch in Sachen Standort ist die Entscheidung noch nicht gefallen - angedacht ist ein zentraler Standort wie der Kirchplatz oder der Marktplatz.

40.000 Euro durch Spenden und Sponsoring nötig

Die Gesamtkosten für das Denkmal belaufen sich auf 80.000 Euro. "Die Hälfte muss durch Spenden oder Sponsoring aufgebracht werden, dann könnten wir einen 50-prozentigen Zuschuss vom NRW-Heimatministerium bekommen." Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt Arnsberg einen Antrag stellt und zehn Prozent dazu gibt. Die Stadt habe bereits ihre Bereitschaft signalisiert, erklärte die Vereinsvorsitzende.
Der derzeitige Stand des Crowdfundings beläuft sich auf 2.915 Euro (Stand 24. Mai), dazu kommen Spenden von Arnsberger und Sauerländer Unternehmen und Privatleuten."Wir sind ziemlich sicher, dass der Betrag zusammenkommt", so Voss-Hageleit optimistisch. "Mit dem Thankgrim-Denkmal wollen wir das Bewusstsein für die Historie in die Gegenwart holen, für heutige und zukünftige Bewohner und Besucher", macht sie noch einmal klar. Übrigens: Weitere Mitglieder sind willkommen.
Noch bis zum 18. Juni läuft das Crowdfunding bei der Volksbank Sauerland e.G. Spendenkonto: DE91 4666 0022 9937 8029 90
Mehr zum Crowdfunding unter www.vb-sauerland.viele-schaffen-mehr.de

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