Unwetter bislang glimpflich verlaufen

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Einer der insgesamt 6.000 Blitze, die beim Unwetter von Donnerstagabend in nur drei Stunden niedergingen. Foto: Albrecht
Arnsberg: Arnsberg | So sieht der Weltuntergang aus, mögen sich am Donnerstagabend einige gedacht haben: In Minuten verfinsterte sich der Himmel, ein riesiges Unwetter näherte sich der Stadt.
Stockfinster wurde es am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr über Arnsberg. Der Meldedienst der Unwetterzentrale hatte schon die zweithöchsten Warnstufe ausgerufen. Nur wenig später wusste man auch warum: Ein wahres Blitzgewitter zog über die Stadt, Sturm und Starkregen gesellten sich dazu.
Am gestrigen Freitagmorgen konnten die Feuerwehr Arnsberg Entwarnung geben. Im Bericht von der Nacht zu gestern wurden lediglich vier unwetterbedingte Einsätze aufgezählt. So beseitigten Feuerwehrleute der Hauptwache Neheim um 21.12 Uhr einen Baum, der am Westring auf die Straße gedrückt worden war.
Nur Minuten später meldete sich ein Bewohner von der Ehmsenstraße in Arnsberg, der angab, dass ein Baum auf sein Haus gefallen war. Der Löschzug Arnsberg rückte an und stellte fest, dass der Baum mit einem Meter Durchmesser Flachdach und Kamin beschädigt hatte. Die Feuerwehr erklärte das Haus aufgrund des Schadens für zunächst unbewohnbar. Der Bewohner kam bei seinem Sohn unter.
Zeitgleich mit diesem Einsatz (21.19 Uhr) rückten die Löschgruppen aus Müschede und Wennigloh zu einem Haus auf der Limbergstraße in Müschede aus. Hier hatten Bewohner nach einem Blitzeinschlag Brandgeruch wahrgenommen. Mittels Wärmebildkamera suchte die Feuerwehr den Dachboden gründlich ab, konnte jedoch keine Gefahr entdecken. Der Einsatz war nach kurzer Zeit wieder beendet.
Erst gestern Morgen war der Feuerwehr ein umgestürzter Baum auf dem Parkplatz an der Sparkasse Arnsberg gemeldet worden. Zu einem Einsatz der Wehr sei es aber nicht gekommen, weil auf dem Privatgelände keine Gefahr von dem Baum ausging.
Zur Entwässerung und zu einem umgestürzten Baum waren auch Feuerwehren aus Sundern (im Raum Sundern) gerufen worden. Hier sei man mit „dem blauen Auge“ davon gekommen, hieß es.
Im Hönnetal Richtung Menden ist nach einem Felsabbruch die B 682 für den Verkehr noch über das Wochenende gesperrt, es gibt eine Umleitung von/nach Arnsberg. Ein Gutachter soll die Sicherheit dort prüfen.
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