30. Pilgerfahrt nach Lourdes aus dem Erzbistum Paderborn

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Am Donnerstag, den 25. März, um 6:30 Uhr brachen über 600 Pilger in einem der längsten Pilgerzüge Europas zur 30. Lourdes-Pilgerfahrt in Begleitung des Malteserordens und des Malteser Hilfsdienstes auf.

Start war traditionell am Bahnhof Altenbeken. Die weiteren Zustiegsstationen im Erzbistum sind Paderborn, Lippstadt, Soest, Dortmund und Hagen. Die letzten Pilger stiegen in Köln zu. Um 15 Uhr folgte eine Heilige Messe im Dom zu Trier, anschließend die Weiterfahrt nach Lourdes. Am Freitag, den 26. März, um 10:30 Uhr starteten einige Pilger per Flugzeug vom Flughafen Paderborn-Lippstadt nach Lourdes.

Um 16 Uhr treffen sich alle Pilger zur ersten Messfeier in Côté Grotte mit anschließender Prozession zur Grotte. Die Rückkehr der Pilger war am 30. März (per Flugzeug) bzw. 31. März per Zug mit einer Abschlussmesse im Kölner Dom.

Unter dem Motto "Pilgerfahrt der Generationen" waren besonders Familien mit Kindern eingeladen, aber auch Jugendgruppen aus den Kirchengemeinden. Für sie gibt es ein gesondertes Pilgerprogramm.

6. Tag und Rückreise:

Abreisetag und Rückkehr in die Heimat - Flugpilger sind gut wieder in Paderborn gelandet

Lourdes, 30.03.2010: Am frühen Dienstagmorgen herrschte schon früh eine quirlige Aufbruchsstimmung in den einzelnen Hotels. Die ersten Pilger stellten ihr Reisegepäck schon um 6 Uhr in die Hotelhalle, um anschließend noch einmal kurz zur Grotte zu gehen.

In der Abschlussmesse wurden die Erlebnisse dieser Pilgerreise zusammengefasst und der Reisesegen gespendet. Nach dem Mittagessen hieß es dann wirklich Abschied nehmen. Der Sonderzug wartete bereits am Bahnhof, bis alle Pilger ihren Platz wiedergefunden hatten und das Gepäck verstaut war.

Der ganze Bahnhof wurde mit Liedern der Pilgergruppe durchschallt. Dabei schauten alle aus den Zugwagen und sangen mit. Der Himmel weinte mit kräftigem Regen, als sich der Zug dann Richtung Deutschland in Bewegung setzte.

Das Flugzeug mit den etwa 100 Flugpilgern hob um ca. 16 Uhr ab und landete um ca. 18 Uhr gut auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Für die Zugpilger gab es während der Fahrt Gebet und Gesang und viele Gespräche. Bei einigen kamen die Anstrengungen der letzten Tage deutlich zum Vorschein, sodass der medizinische Dienst alle Hände voll zu tun hatte.

Planmäßig um kurz nach 10 Uhr am Mittwochmorgen (31.03.) wurde am Hauptbahnhof Köln noch ein Zwischenstopp eingelegt, um in der nahegelegenen Kirche Maria Himmelfahrt einen Dankgottesdienst zu feiern. Viele beteten anschließend im Kölner Dom auch noch den Angelus mit, bevor der Zug sich dann Richtung Paderborn wieder in Bewegung setzte.

An den Haltestellen in Hagen, Dortmund, Soest, Lippstadt, Paderborn und Altenbeken verließen die Pilger nach und nach den Zug. Dabei floss auch die eine oder andere Träne, da auch viele Freundschaften auf der Pilgerreise entstanden waren.

Doch schon jetzt steht fest, dass im nächsten Jahr in der Zeit um Palmsonntag wieder der Pilgerzug aus Paderborn nach Lourdes fahren wird.

5. Tag:

Bewegende Momente bei der Krankensalbung - Pilgeralltag in Lourdes

Lourdes, 29.03.2010: Am Montag der Heiligen Woche wurden alle Pilger, besonders jedoch die Kranken und Behinderten unter den Segen Gottes gestellt.

So erfolgte in der Hl. Messe am Morgen für alle, die mit gesundheitlichen Gebrechen zur Gottesmutter von Lourdes gepilgert waren, die Krankensalbung. Dabei zeichneten die Priester mit Krisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn und die Hände und spendeten den Segen.

Den sonnigen Nachmittag nutzten viele für einen Ausflug in die Pyrenäen in den Ort Gavarnie. Hier, auf etwa 1700 Metern Höhe, gibt es einen reisigen Talkessel mit einem Durchmesser von 2 Kilometern. Die umliegenden Berge ragen etwa 1500 Meter in die Höhe. Eine kleine Jakobuskapelle und das Zeichen der Jakobsmuschel weisen darauf hin, dass hier ein Weg über die Pyrenäen nach Santiago de Compostela herführt. Auf einem Wegweiser wird die Entfernung mit 900 Kilometern angegeben. Einige nutzten diesen Ausflug dazu, um hier auf den Spuren der Jakobspilger einige Schritte zu laufen.

Zur Unterhaltung der Kranken- und Behinderten Mitpilger machten sich die Jugendlichen mit Instrumenten auf den Weg in das Hospital, um hier gemeinsam mit allen Kranken und Helfern zu singen.
Bei der allabendlichen Lichterprozession unterstützten die Paderborner wieder tatkräftig. Anschließend waren alle Pilger zu einem Segnungsgottesdienst eingeladen. Mit Gebeten, Liedern und Meditationen begleitet konnte jeder seinen persönlichen Segen empfangen. Die Priester und Diakone sprachen jeweils ganz persönliche Segnungsgebete und stellten das Leben der Einzelnen unter den Segen Gottes.

4. Tag:

Palmsonntag in Lourdes - Viele Prozessionen bewegen die Lourdespilger

Lourdes, 28.03.2010: Für viele Lourdespilger wird der Palmsonntag als Höhepunkt der Pilgerreise sicher in guter Erinnerung bleiben. Bei herrlichem Sonnenschein begann die Feier mit der Segnung der Palmzweige auf dem großen Platz vor der Rosenkranzbasilika.

Für die Paderborner Pilgergruppe waren die mitgereisten Firmbewerber am Samstagnachmittag mit einer Seilbahn auf den Pic du Jer (Berg in Lourdes) gefahren um für alle Pilger einen Buchsbaumzweig zu schneiden. Am Palmsonntag, der Feier des Einzugs in Jerusalem wurde das Evangelium in verschiedene Sprachen vorgetragen. Mit dem Ruf des Hosanna folgte dann eine große Prozession in die riesige unterirdische Basilika, wo eine internationale Messe gefeiert wurde. In beeindruckenden Szenen stellten die Paderborner Jugendlichen die Passionsgeschichte dar. Passend zu den Texten wurde das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus dargestellt. Die Texte dazu wurden in verschiedenen Sprachen vorgetragen und ein Chor mit internationaler Besetzung gab dem Gottesdienst einen feierlichen Rahmen.

Am Nachmittag gab es unterschiedliche Angebote für die Pilgergruppe. Ein Stadtrundgang, bei dem das Geburtshaus der Bernadette und das Gefängnis, in dem Bernadette mit ihren Eltern und Geschwistern aufwuchs, konnten dabei besichtigt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Nachmittagsgestaltung wurde durch eine Filmvorführung über die Botschaft von Lourdes geboten.
Für die jugendlichen Teilnehmer wurde ein Bußgottesdienst mit anschließender Beichtgelegenheit angeboten.

Unter großer Paderborner Beteiligung erfolgte um 17.00 Uhr die erste Sakramentsprozession vom Anbetungszelt am Ufer der Gave bis in die unterirdische Basilika. Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg leitete diese Feier, die mit dem eucharistischen Segen endete. Ein beliebter Dienst bei den Prozessionen und zu den Gottesdiensten ist der "Pferdchendienst". Die kranken- und behinderten Pilger, die im Hospital untergebracht sind, werden vom Krankendienst des Malteserordens betreut. Zu einzelnen Veranstaltungen benötigen die Schwestern und Helfer jedoch immer Unterstützung von weiteren Helfern, um alle Rollstühle und Wägelchen zu bewegen. Diese Aufgabe ist bei den Pilgern von Jung bis Alt sehr beliebt.
Der Abend wurde wieder durch die Lichterprozession bestimmt.

3. Tag:

Tag im Zeichen des Kreuzes - Lourdespilger begingen den Übergang in die Heilige Woche

Lourdes, 27. März: Mit einer Heiligen Messe an der Grotte begann der Samstag in Lourdes. Diesen Tag am Beginn der Heiligen Woche stellte Weihbischof Hubert Berenbrinker unter das Zeichen des Kreuzes. Viele der Wallfahrtsteilnehmer hätten ihr Kreuz zu tragen. Ob nun durch Krankheit, Sorgen und Probleme im Alltag.

In seiner Predigt rief der Weihbischof dazu auf, dass jeder dafür Sorge, dass die Kreuze in unserer alltäglichen Umgebung nicht verschwinden. "Wir müssen aufpassen, dass das Zeichen unseres Glaubens nicht aus unserem Alltag verschwindet." bat Weihbischof Berenbrinker die Gläubigen um mitsorge. "Passen wir auf, dass die Kreuze nicht aus unseren Gemeinde- und Gruppenräumen sowie den Schulen verschwinden." So der Weihbischof.

Beeindruckende Szenen gab es immer wieder zu sehen, wie liebevoll sich die Schwestern und Helfer des Lourdes Krankendienstes des Malteserordens um die vielen kranken und behinderten Mitpilger kümmern. Wie Jesus Christus stellen sich hier jedes Jahr viele junge Menschen in den Dienst am nächsten.

Am Nachmittag war dann die Pilgergemeinschaft aufgerufen, den Kreuzweg unseres Herrn zu gehen und zu beten. In vielen Kleingruppen zogen die Pilger mit dem Kreuz voraus über den Kalvarienberg von Lourdes. Machen einer, der nicht so gut zu fuß ist, nahm diese Last des Kreuzweges ganz bewusst auf sich, um das Leiden Christi etwas nachempfinden zu können.

Gänsehautstimmung gab es dann bei der abendlichen Lichterprozession. Zur Eröffnung des Pilgerjahres 2010 versammelten sich über 1000 Menschen an der Grotte, um mit Kerzen in der Hand an der Gave entlang eine Prozession abzuhalten.

Die jugendlichen Pilgerinnen und Pilger beteten im Anschluss daran dann noch einmal den Kreuzweg über den Kalvarienberg. Mit Fackeln und Kerzen wurde ein ruhiger Weg gegangen. Mit eindrucksvollen Texten und Gebeten brachten Vikar Jörg Plümper und Pastor Norbert Scheckel den Jugendlichen den Leidensweg Christi näher und stellten immer wieder den Bezug zu unserem eigenen Lebensweg her.

Da auch in Frankreich die Uhren in dieser Nacht auf die Sommerzeit umgestellt wurden, gab es für manchen Pilger eine kurze Nacht.

2. Tag:

Ankunft in Lourdes bei strahlendem Sonnenschein

Lourdes, 26. März: Paderborn-Lourdes Pünktlich um 11.15 Uhr traf der Sonderzug am Freitag in Lourdes ein. Die große Pilgerschar wurde bei herrlichem Sonnenschein schnell auf die Hotels verteilt. Nach der kurzen Mittagspause zog die Pilgergruppe vom Michaelstor in den Heiligen Bezirk.

Herzlich wurden auch die Gruppe der Flugpilger begrüßt, die nun auch in Lourdes angekommen waren. Wie Bernadette stellten sich alle Pilger zu Beginn dieser Zeit in Lourdes unter das Zeichen des Kreuzes. Die Segnung mit Weihwasser verdeutlichte dies und brachte die eigene Taufe in Erinnerung.

Mit Weihbischof Berenbrinker und den vielen weiteren Geistlichen feierte die große Gemeinschaft den Eröffnungsgottesdienst in der Kirche Côté Grotte. Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg ging in seiner Predigt auch auf das Kreuzzeichen ein. Das Kreuzzeichen ist in diesem Jahr das große Jahresthema in Lourdes. Daher wurde auch ein Kreuz mit nach Lourdes gebracht, dass am Michaelstor aufgestellt werden soll. Zum Ende der Hl. Messe segnete Weihbischof Berenbrinker die große Pilgerkerze, die im Zug von den Jugendlichen geschmückt wurde. Neben dem Malteserwappen brachten die Jugendlichen viele Zeichen des Glaubens an der Kerze an, wie zum Beispiel einen Baum, einen Regenbogen, eine Taube und auch ein Kreuz. In einer Prozession folgten alle dieser Kerze zur Grotte, wo das Licht die Menschen nun erhellen soll.

Das Abendgebet an der Grotte nutzten viele, um noch einmal um für die gute Hinfahrt nach Lourdes zu danken. Die Jugendlichen und alle Junggebliebenen lobten und priesen Gott bei einem Taize Abend in der Krypta.

Nach diesem anstrengenden Tag und der Zugfahrt fielen die Pilgerinnen und Pilger schnell in ihre Betten in den Hotels.

(Bericht von Raimund Neuhaus, Malteser Balve)

1. Tag:

Abfahrt und Zwischenhalt in Trier

Paderborn/Trier, 25. März: Am frühen Donnerstagmorgen setzte sich die 30. Pilgerfahrt aus dem Erzbistum Paderborn nach Lourdes in Bewegung. Über 600 Pilgerinnen und Pilger, darunter auch etwa 50 Kranke und Behinderte, wollen in den nächsten Tagen ihre Sorgen und Nöte zur Gottesmutter nach Lourdes tragen. Die Organisation dieser Pilgerfahrt übernahm zum zweiten Mal der Malteser Hilfsdienst.

Auf der Zugfahrt wurde in der Bischofsstadt Trier ein Zwischenstopp eingelegt. Hier feierte die Pilgergemeinschaft im Dom zu Trier einen Festgottesdienst, den der Wallfahrtsleiter Weihbischof Hubert Berenbrinker zelebrierte. In seiner Predigt bat Weihbischof Berenbrinker darum, neben der vielen Anliegen, die jeder einzelne mit nach Lourdes nimmt, die Kirche in dieser schweren Zeit nicht zu vergessen. "Beten sie auch für unsere Kirche bei der Gottesmutter."bat Weihbischof Berenbrinker. Gestärkt durch Gebet und Eucharistie ging es zurück zum Bahnhof von Trier, wo schon die weltliche Nahrung wartete. In bewährter Weise sorgten die Malteser aus Waldrach (Trier) mit einer stärkenden Suppe für Stärkung.

Dann setzte sich der Zug wieder in Bewegung, so dass die Pilgergemeinschaft am Freitagvormittag das Ziel in Frankreich erreichen wird.

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